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Essener Universitätspreis 2001 an Historiker der HU

18.07.2001 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Der diesjährige Preis der Essener Universität ist an Dr. Rüdiger Hohls vom Institut für Geschichtswissenschaften, Historische Fachinformatik, der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen worden.

"Den wissenschaftlichen Sprachgebrauch kalauernd unterlaufend könnten wir sagen, dass wir mir dem Universitätspreis des Jahres 2001 einen Mann ehren, der für einen immer größer werdenden Teil der Geisteswissenschaften zur Institution geworden ist. Als das Internet eine neue Welt erschuf, Informationen in nie da gewesener Schnelligkeit, Fülle und Beliebigkeit zur Verfügung stellte, hat er den notorisch vorsichtigen Geisteswissenschaftlern Übersetzung, Orientierung und Perspektive angeboten.

Wir ehren ein Pilotprojekt, dem die Zukunft gehört. Als Mittler zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, zwischen etablierten Buch- und neuen virtuellen Publikationswelten, zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen sektoraler und nationaler Art ist H-Soz-Kult eine Institution geworden. Durch Aufbau von Eigenkomplexität hat es das Internet für Geisteswissenschaftler durchsichtig und gestaltbar gemacht.", so Dr. Ewald Frie, Fachbereich Philosophie, Geschichts-, Religions- und Sozialwissenschaften an der Universität Essen in seiner Ladatio.

Hohls kam auf die Idee, das amerikanische H-Net, ein System von Mailinglisten, in Deutschland heimisch zu machen. Auf dem Historikertag 1996 stellte er H-Soz-Kult vor. Es bietet, so heißt es in der Selbstdarstellung, "ein Forum für fachliche Stellungnahmen, Forschungshinweise, Ankündigungen von Veranstaltungen und Berichte, für Rezensionen, für bibliographische Informationen und Hinweise, für Anfragen zu speziellen fachlichen Themen und anders mehr." Weil die wichtigsten Artikel auf einem Server präsentiert wurden, ist daneben ein ständig wachsendes Archiv entstanden. Es beherbergt u.a. die beste Übersicht über die Debatte, die über die Historiker in der NS-Zeit geführt wurde, eine Diskussion über historische Ursachen der Fremdenfeindlichkeit in den Neuen Ländern, eine Methodendebatte über "Gender, Culture, and Compassion".

Der Essener Universitätspreis wurde 1997 zum 25. Geburtstag der Uni Essen zum ersten Mal vergeben. Das Rektorat hatte ihn für "herausragende kulturelle Vermittlungsleistungen" ausgelobt, denen es auf besonders überzeugende Weise gelingt, komplexe Wissenschaftsthemen einem breitem Publikum plausibel zu machen. Der Preis ist mit 5000 Mark dotiert; er wird nicht an Angehörige der Uni Essen vergeben. Erster Empfänger war 1997 das Produktionsteam, der "Sendung mit der Maus".

Rüdiger Hohls dankte für die Preisverleihung im Namen seines Teams und wies in seiner Erwiderung ausdrücklich auf die Beteiligung von Studenten an der Arbeit hin.

Weitere Informationen: Universität Essen, Pressestelle, Tel.: 0201-183-2088,
e-mail: pressestelle@uni-essen.de
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