Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 8. Dezember 2019 

Profilbildung bei der Fakultät für Physik

18.07.2001 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Göttingen Graduate School of Physics beginnt zum Wintersemester 2001/2002

Die Fakultät für Physik, die traditionell international und bundesweit ein hohes Ansehen für ihre Forschung und Lehre genießt und die zu den größten Physik-Fakultäten im Bereich der Doktorandenausbildung in Deutschland zählt, bietet mit Beginn des Wintersemesters eine Graduate School an. Das internationale Studienangebot der Göttingen Graduate School of Physics (GGSP) gliedert sich in drei Unterprogramme: die Master Studies, das Standard Ph.D. Programm und das "Exzellenz Programm" als Intensivstudiengang zur Promotion für besonders qualifizierte Studierende. Für 15 von ihnen stellt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Lichtenberg-Stipendien zu Verfügung. Dafür werden 620.000 DM bereit gestellt.

Prof. Dr. Reiner Kree, Dekan der Fakultät für Physik, erläutert den Ausgangspunkt für dieses neue internationale Angebot der Göttinger Physik: "Mit den qualitativ hochwertigen, international anerkannten Abschlüssen der Graduate School, wie dem Ph. D. und dem Master of Sciences können wir ein sehr gutes Angebot auf dem internationalen Bildungsmarkt platzieren. Schon jetzt sind wir mit 60 bis 70 Promovenden pro Jahr zusammen mit der TU München und der Universität Heidelberg bundesweit führend in der Doktoranden-Ausbildung. Unsere Erfahrungen und unser Konzept der intensiven, personellen Betreuung des Wissenschaftlernachwuchses bilden die Grundlage für unsere Graduate School. Sie wird das Profil der Fakultät in der Lehre schärfen und die Graduiertenausbildung trotz hohem Qualitätsstandard beschleunigen."

Für das GGSP-Programm können sich Studierende mit einem Bachelor-Abschluss oder äquivalenten Vorleistungen bewerben. Auch deutsche Studierende sind in der GGSP gut aufgehoben. Das Auswahlverfahren ist relativ einfach, Englischkenntnisse und Fachkenntnisse werden über international standardisierte Tests wie dem TOEFL und dem GRE Test vergleichbar gemacht. Jeder Einzelfall wird von einer Auswahlkommission genau geprüft. "Wir wollen von Allen nur die Besten" betont Prof. Kree. 20 bis 30 Studienplätze kann er anbieten, die Bewerbungsfrist läuft am 1. August ab. In zwei Studienjahren durchläuft der Student dann das Programm bis zum Master Abschluss, der dem - bei der einheimischen Industrie hoch angesehenen - Diplom-Physiker-Abschluss gleichgestellt ist. Danach wechselt er gegebenenfalls in das dreijährige Doktoranden-Programm und erlangt den Titel eines Dr. rer. nat oder Ph.D. Besonders gute Studierende können bereits nach dem ersten Master-Jahr, nach der mündlichen Prüfung, in das Intensivstudium zur Promotion wechseln und sparen dabei ein volles Jahr Ausbildungszeit. Auch Physikstudierende mit dem Ziel eines Diplom-Abschluss können in den Intensivstudiengang wechseln. Prof. Kree hebt hervor: "Wir haben bei den neuen Abschlüssen und den Studieninhalten sehr darauf geachtet, das sie mit den bestehenden Programmen kompatibel sind."

In der Graduate School können sich die fortgeschrittenen Studierenden zur Zeit zwischen sechs spezialisierten Graduate Programs entscheiden - auch intern ist also Konkurrenz um den besten Nachwuchs erwünscht. Eines der Programme ist eine International Max-Planck Research School, die vom MPI für Aeronomie in Lindau zusammen mit den Unis Göttingen und Braunschweig zum Thema "Physics of the Solar System" angeboten wird und die ebenfalls erst kürzlich bewilligt wurde. Neben den Neurowissenschaften, der Molekularbiologie und dem Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung sind die Physiker damit die vierten, denen es für die Universität Göttingen gelungen ist, eine International Max-Planck-Research School zu etablieren.

Hochkarätige Ausbildung bei gleichzeitiger Einbindung in die aktive Forschung und das in einem beschleunigten Tempo - da entsteht erhöhter Betreuungsbedarf. Deshalb wird jedem Studierenden der Graduate School ein "Mentor" - normalerweise ein Mitglied der Fakultät - an die Seite gestellt, der ihn oder sie in fachlichen, aber auch organisatorischen und - bei den ausländischen Studierenden - lebenspraktischen Fragen berät und unterstützt. "Jetzt braucht die Graduate School noch dringend eine Koordinatorin oder einen Koordinator, - dazu müssen wir aber noch die Gelder einwerben," so Prof. Kree.

Weitere Informationen:

Dekanat der Fakultät für Physik
Prof. Dr. Reiner Kree
Bunsenstraße 13
Tel: 0551/ 39-4095, Fax: 39-4583
E-Mail: Dekanat@physik.uni-goettingen.de
uniprotokolle > Nachrichten > Profilbildung bei der Fakultät für Physik

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/75638/">Profilbildung bei der Fakultät für Physik </a>