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Bayreuther Mineralphysikerin erhält 2,25 Mio Preis für Spitzenforschung

18.07.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Die 33-jährige italienische Mineralphysikerin Dr. Tiziana Boffa Ballaran, die am Bayerischen Geoinstitut arbeitet, ist eine von 14 ausländischen Nachwuchs-Forscherinnen- und Forschern der Spitzenklasse, die die Alexander-von-Humboldt-Stiftung mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis auszeichnet. Die Preisträger erhalten bis zu 2,25 Millionen DM, um eigene Nachwuchsforschergruppen aufzubauen.

Wieder Auszeichnung für Spitzenforschung in Bayreuth
Mineralphysikerin Dr. Tiziana Boffa Ballaran erhält hochdotierten Sofja Kovalevskaja Preis
Arbeitet am Bayerischen Geoinstitut - Bis 2,25 Mio. DM für Aufbau einer Arbeitsgruppe
Bayreuth/Bonn (UBT). Wieder geht ein Preis für Spitzenforschung an die Universität Bayreuth: Die 33-jährige italienische Mineralphysikerin Dr. Tiziana Boffa Ballaran, die am Bayerischen Geoinstitut arbeitet, ist eine von 14 ausländischen Nachwuchs-Forscherinnen- und Forschern der Spitzenklasse, die die Alexander-von-Humboldt-Stiftung mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis auszeichnet. Nach einer Meldung der AvH-Stiftung erhalten die Preisträger bis zu 2,25 Millionen DM, um eigene Nachwuchsforschergruppen aufzubauen.
Stifterin des Preises ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung (ZIP). Die Gelder stammen aus der Versteigerung der UMTS-Lizenzen. Nach Angaben des Präsidenten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Professor Dr. Wolfgang Frühwald, hebt sich der Sofja Kovalevskaja-Preis in einer Beziehung ab: "Die Auszeichnung würdigt nicht nur die bisherige wissenschaftliche Höchstleistung" so Frühwald, sondern diene auch dazu, den Nachwuchswissenschaftlern eine Perspektive für eine langfristige wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Fachkollegen in Deutschland zu geben.
Als Mineralphysikerin interessiert die Italienerin vor allem, wie sich die Struktur von Mineralien unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen verändert. Dazu dienen die Mineralien als Beispiel für Materialien mit komplexen chemischen und physikalischen Eigenschaften. In Bayreuth plant Ballaran, die Elastizität von Mineralien zu erforschen, in denen sie einzelne Atome austauscht. Dazu entwickelte sie neue spektroskopische Untersuchungsverfahren.
In Ihrem Bayreuther Gastinstitut ist die italienische Wissenschaftlerin bereits gut bekannt. Ursprünglich begann sie Ihr Studium an der Universität Mailand. 1997 wurde Sie an der Universität Pavia promoviert. Seitdem war sie Mitarbeiterin an den Universitäten Biella (Italien), Cambridge (GB) und eben Bayreuth. Als Gastwissenschaftlerin forschte sie an den Universitäten Averio (Portugal), Ärhus (Dänemark) und Wroclaw (Polen).
Ursprünglich als "Kosmos-Preis" ausgeschrieben, wurde das Programm zu Ehren der Mathematikerin Sofja Kovalevskaja (1850-1891) umbenannt. Das russische Wunderkind kam als 19-jährige zum Studium nach Heidelberg und Berlin. 1874 promovierte Sie an der Universität Göttingen und 1889 erhielt sie als erste Frau einen Lehrstuhl in Stockholm.

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