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Verleihung des Wulf Vater Forschungspreises: Wissenschaftliche Arbeiten werden gefördert

20.07.2001 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Preisträger sind Dr. Alexander Milde,Heidelberg, und die Arbeitsgruppe Prof. Treede, Dr. Greffrath, Dr. Kirschstein und Prof. Nawrath, Universität Mainz

Mainz, 20. Juli 2001

PRESSEMITTEILUNG


Verleihung des Wulf Vater-Forschungspreises:
Herausragende wissenschaftliche Arbeiten werden gefördert

Preisträger sind Dr. Alexander Milde, Heidelberg, und die Arbeitsgruppe
Prof. Treede, Dr. Greffrath, Dr. Kirschstein und Prof. Nawrath, Universität Mainz


Honoriert werden herausragende Leistungen insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses: Zum sechsten Mal verlieh die Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Wulf Vater-Dihydropyridine-Forschungspreis der Wulf-Vater-Stiftung. In Anwesenheit des Stifters, Dr. med. Wulf Vater, und des Vizepräsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Johannes Preuß, wurden die Preisträger Dr. med. Alexander Milde, Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, und die Arbeitsgruppe Univ.-Prof. Dr. med. Rolf-Detlef Treede, Dr. med. Wolfgang Greffrath und Dr. med. Timo Kirschstein, Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Prof. Dr. med. Hermann Nawrath, Pharmakologisches Institut, ausgezeichnet. Die beiden eingereichten Arbeiten beleuchten Aspekte der Nervenzell-Aktivierung über spannungsgesteuerte Ca2+-Kanäle und haben neue experimentell-pharmakologische Fragestellungen zum Inhalt.

In seiner am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der TU Dresden angefertigten Promotionsarbeit hat sich Dr. Alexander Milde mit der Veratridin-stimulierten Freisetzung des Neurotransmitters Dopamin beschäftigt. In der mit dem Preis ausgezeichneten Arbeit konnte er nachweisen, dass Nifedipin und andere Dihydropyridine in hohen Dosierungen zur Blockade von spannungsgesteuerten Ca2+-Kanälen führen.


Bestimmte Spinnengifte hemmen die Dopamin-Freisetzung, was darauf hinweist, dass es sich um Ca2+-Kanäle des sogenannten Q-Typs handelt. Dr. Alexander Milde ist 1970 geboren und hat in Dresden von 1993 bis 2000 Medizin studiert. Dort wurde er im Oktober 2000 zum Dr. med. promoviert und ist derzeit als Arzt im Praktikum an der Universitätsklinik in Heidelberg tätig.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede hat in der mit dem Preis ausgezeichneten Arbeit untersucht, welche Mechanismen dazu führen, dass ein starker Hitzereiz eine Schmerzempfindung auslösen kann. Aus dieser Studie ergeben sich völlig neuartige Anwendungsgebiete: So bietet sich der Einsatz von Dihydropyridinen zur Schmerzbekämpfung an, evtll. auch als Schmerzmittel zur Unterdrückung von Hyperalgesien, d.h. bei pathologisch gesteigerter Schmerzempfindlichkeit. Prof. Rolf-Detlef Treede ist 1956 geboren, hat Medizin und Informatik an der Universität Hamburg studiert und wurde dort auch zum Dr. med. promoviert. Er hat sich 1988 - ebenfalls in Hamburg - im Fach Physiologie habilitiert und ist seit Dezember 1992 Professor für Neurophysiologie am Fachbereich Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Im Jahr 1996 hat der Pharmakologe Dr. med. Wulf Vater aus Leverkusen die nach ihm benannte Stiftung eingerichtet. Der Preis wird jährlich bundesweit ausgeschrieben und fördert Arbeiten auf dem Gebiet der Herzmittelforschung. Dr. Wulf Vater ist Ehrenbürger der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
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