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Vegetation und Ökosystemfunktionen

25.07.2001 - (idw) Technische Universität München

Internationale Tagung im Wissenschaftszentrum Weihenstephan

Von 29. Juli bis 4. August 2001 findet das 44. Symposium der International Association of Vegetation Science (IAVS) in Freising-Weihenstephan statt. Die wissenschaftliche Leitung der Tagung, die erstmals seit rund 20 Jahren wieder in Deutschland abgehalten wird, obliegt dem Lehrstuhl für Vegetationsökologie (Prof. Jörg Pfadenhauer) und dem Lehrgebiet Geobotanik (Prof. Anton Fischer) des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München. Erwartet werden rund 450 Teilnehmer aus über 50 Ländern.

Vegetationswissenschaft (Vegetation Science) ist eine biologisch/ökologische Teildisziplin, die sich der Erforschung der Pflanzendecke von der Arktis bzw. Antarktis bis zu den tropischen Regenwäldern widmet. Fragestellungen sind die Abhängigkeit der Pflanzendecke von Standort und Landnutzung oder Interaktionen zwischen Arten und Populationen innerhalb und zwischen Lebensgemeinschaften (z.B. Konkurrenz, Koexistenz, biologische Invasionen). Anwendungsgebiete sind Landschafts- und Landnutzungsplanung, Arten- und Biotopschutz und Umweltindikation (z.B. ökologische Beweissicherung).

Die 44. IAVS-Tagung in Freising-Weihenstephan steht unter dem Thema Vegetation und Ökosystemfunktionen und befasst sich mit Fragen nach der Bedeutung der Pflanzendecke für das Funktionieren eines Ökosystems. Das Symposium ist in fünf Sektionen mit folgenden Schwerpunktthemen gegliedert:

- Habitatfunktion: Vegetation als Lebensraum für Organismen (z.B. für Tiere, gefährdete und seltene Pflanzenarten); Invasion fremder Arten; Managementverfahren einschließlich Renaturierung ge- bzw. zerstörter Ökosysteme (hier werden auch Beispiele aus dem Lehrstuhl für Vegetationsökologie vorgestellt: Heiden im Münchner Norden, Moore im Chiemseegebiet, Donaumoos)

- Regulationsfunktion: Effekte der Pflanzendecke auf ökosystemare Prozesse (Biodiversität als Regulationsmechanismus, Art und Ausmaß der Beeinflussung von Nährstoff-, Wasser- und Kohlenstoffhaushalt durch die Vegetation)

- Produktionsfunktion: Rolle der Vegetation in der Produktionsökologie (u.a. Interaktionen zwischen Arten mit gegenseitiger Förderung oder Hemmung)

- Informationsfunktion: Die Pflanzendecke als Indikator für globale und regionale Umweltfunktionen (z.B. Vegetation als Indikator für Art und Ausmaß menschlicher Eingriffe in Landschaften und Ökosysteme, Prognosen zukünftiger Entwicklungen)

- Trägerfunktion: Vegetation als Basis für die Umweltplanung auf regionaler und globaler Ebene

Zu den Schwerpunktthemen referieren in 11 Plenarvorträgen renommierte Wissenschaftler von Universitäten aus aller Welt. Außerdem werden 186 Kurzvorträge gehalten und 203 Poster präsentiert. Konferenzsprache ist Englisch. Das Tagungsprogramm finden Sie im Internet unter: http://www.weihenstephan.de/iavs. Ort der Veranstaltung ist das Zentrale Hörsaalgebäude des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (Vöttinger Str., 85354 Freising).


Hinweis für Journalisten:
Das Symposium wird am Montag, 29. Juli, um 8.30 Uhr durch Prof. Jörg Pfadenhauer eröffnet. Grußworte halten TU-Vizepräsident Prof. Arnulf Melzer, der Dekan des Wissenschaftszentrums Weihenstephan, Prof. Heinrich Meyer, Tagungspräsident Prof. Wolfgang Haber und IAVS-Präsident Elgene Box. Pressevertreter sind herzlich eingeladen.


Kontakt:
Prof. Dr. Jörg Pfadenhauer
Lehrstuhl für Vegetationsökologie
Tel. 08161-71 3498; Fax 08161-71 4143
E-Mail: pfadenha@wzw.tum.de
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