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Hilfen für eine treffende Patientenverfügung

01.10.2001 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Durchblick im Dschungel der verschiedenen Empfehlungen für die Formulierung und Festschreibung des letzten Willens bietet das Buch "Ratgeber Patientenverfügung. Vorgedacht oder selbstverfasst?", das jetzt im LIT-Verlag erscheint.

Bochum, 01.10.2001
Nr. 286

Wege durch den Verfügungswald
Hilfen für eine treffende Patientenverfügung
Neue Veröffentlichung: Überblick und Dokumentation

Durchblick im Dschungel der verschiedenen Empfehlungen für die Formulierung und Festschreibung des letzten Willens bietet das Buch "Ratgeber Patientenverfügung. Vorgedacht oder selbstverfasst?", das jetzt im LIT-Verlag erscheint. Es hilft mit Beispielen und Begriffserklärungen bei der Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema und bietet nicht zuletzt Textbausteine und Denkanstöße für die Abfassung eigener Wünsche an.

Überblick im Überangebot

Der Ratgeber verschafft allen Interessierten, Patienten, Medizinern, Pflegepersonal, Betreuern und Juristen, zunächst einen Überblick über die verschiedenen Formen und Modelle der Patientenverfügung, die unter zahlreichen unterschiedlichen Namen auf dem Markt angeboten werden. Der Ratgeber umfasst über 20 verschiedene Volltexte von Verfügungsmustern und ermöglicht dem Leser einen Blick auf eine Vielzahl von Formulierungsvorschlägen. So gelingt die Vorbereitung einer individuellen persönlichen Patientenverfügungen sehr viel differenzierter.

Vor- und Nachteile verschiedener Verfügungstypen

Auch ein historischer Abriss der letzten 20 Jahre der Patientenverfügung findet sich im Ratgeber. Die Autoren stellen Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen von Erklärungen - vom Ankreuzformular bis zur ausführlichen Erklärung, die Charakter und Selbstvorstellung umfasst - vor und hinterfragen ihre Tauglichkeit: Gibt der Text den Willen des Patienten wieder, auch wenn dieser sich mit der Zeit und der Situation wandelt? Entscheidet der Patient womöglich zwar nach seinem Willen, nicht aber für sein Wohl? Welche Fähigkeiten sollte ein Vorsorgebevollmächtigter haben?

Überblick und Wissen - Rüstzeug für die eigene Erklärung

Ein Glossar klärt zudem die wichtigsten medizinischen Begriffe, mit denen schwerkranke Patienten sich konfrontiert sehen können. Verfügungswillige finden im Ratgeber Textbausteine als Anregung für eine eigene Erklärung. Außerdem haben die Autoren eine Auswahl von Verfügungsdokumenten und eine Liste von 150 fertigen Verfügungen zusammengestellt. Das Buch bietet keine Patentlösung für alle Menschen an, sondern verschafft dem Leser den notwendigen Durchblick und damit das Rüstzeug, um selbst eine individuelle Verfügung verfassen zu können.

Interdisziplinäres Autorenteam

Die Autoren verfügen über Kompetenzen im Bereich Jura, Medizin, Philosophie und Theologie. Dr. Thorsten Jacobi hat sich an der Evangelischen Akademie Iserlohn mit Fragen ethischer Urteilsbildung im Bereich der Medizinethik beschäftigt. Dr. Arnd May hat zu ethischen Aspekten der Patientenverfügung in der Philosophie promoviert. Prof. Dr. Rita Kielstein arbeitet als Dialyseärztin seit Jahren zu Fragen der Patientenverfügung. Prof. Dr. Werner Bienwald ist Juraprofessor, Autor zweier Kommentare zum Betreuungsrecht und hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Betreuungsrecht verfasst.

Titelaufnahme

Thorsten Jacobi, Arnd T. May, Rita Kielstein, Werner Bienwald (Hrsg.): Ratgeber Patientenverfügung. Vorgedacht oder selbstverfasst? ( = Ethik in der Praxis / Practical Ethics Materialien / Documentation Bd. 2) LIT-Verlag, Münster 2001, 146 S., ISBN 3-8258-5637-2, 24,80 DM

Weitere Informationen

Dr. Arnd T. May, Zentrum für Medizinische Ethik, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22749 oder 0700 BIOETHIK (2463

8445), Fax: 0234/32-14598, Email: arnd.may@ruhr-uni-bochum.de
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