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Aktiv gegen Krebs!

02.10.2001 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Am 13. Oktober findet von 10 bis 15 Uhr der diesjährige Familien-Infotag zur Krebsvorbeugung und -früherkennung in Magdeburg in der Johanniskirche statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Aktiv gegen Krebs!". Organisiert wird diese Aktion, an der eine Vielzahl von Partnern beteiligt sind, vom Tumorzentrum Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V.

Jährlich erkranken in der Bundesrepublik Deutschland etwa 340.000 Menschen an Krebs. Die Medizin hat in vielen Bereichen der Krebsbehandlung Fortschritte gemacht. Experten befürchten jedoch, dass trotz aller Verbesserungen im medizinischen Kenntnisstand die Krebserkrankungen den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Spitzenposition in der Todesursachen-Statistik in den nächsten zehn bis 20 Jahren streitig machen könnten. Das allgemeine Augenmerk richtet sich in der Diskussion zur Krebsbeherrschung sehr häufig auf die Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten. Dass aber auch durch Prävention - d.h. Vorbeugung und Früherkennung - ein wichtiger Beitrag zur Senkung der krankheitsbedingten Sterblichkeit geleistet werden kann, dieser Gedanke muss noch populärer werden.

Diesem Anliegen widmet sich der 3. Familien-Infotag "Aktiv gegen Krebs" am Sonnabend, dem 13. Oktober 2001, von 10 bis 15 Uhr in der Johanniskirche in Magdeburg. Organisiert wird diese Initiative vom Tumorzentrum Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V.. Eine Vielzahl von Partnern sind beteiligt, u.a. das Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales, die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V., die Deutsche Krebshilfe e.V., die MDR-Fernsehredaktion " Hauptsache gesund", die Firmen AstraZeneca und Hoffman-La Roche, die Magdeburger Krebsliga e.V. und die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V..

Wie und worüber wird informiert? "Experten verschiedener Fachgebiete zeigen in Posterausstellungen und Diskussionsrunden Möglichkeiten von Vorbeugung und Früherkennung auf und stehen als Ansprechpartner für persönliche Fragen zur Verfügung", berichtet Dr. Beatrix Böhme, Geschäftsführerin des Tumorzentrums Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V.. "Es geht dabei u.a. um Krebsarten, wie Lungenkrebs oder Hautkrebs, die mit persönlichen Verhaltensweisen, wie Rauchen, übermäßige Sonnenbestrahlung, in Verbindung zu bringen sind. Wir werden auch über die Krebserkrankungen sprechen, die wenn sie durch frühzeitige Untersuchungen erkannt werden, eine große Chance auf Heilung bieten." Dazu gehören, so Dr. Böhme, zum Beispiel der Gebärmutterhalskrebs (derzeit 5.800 Neuerkrankungen pro Jahr), der Hautkrebs (Malignes Melanom 6.900 Neuerkrankungen pro Jahr), der Brustkrebs (46.000 Neuerkrankungen im Jahr), der Darmkrebs (52.000 Neuerkrankungen pro Jahr) und der Prostatakrebs (28.000 Neuerkrankungen pro Jahr) in Deutschland.

Die Moderatorin der MDR-Fernsehsendung "Hauptsache gesund", Dr. Franziska Rubin, wird die Diskussions- und Fragerunden leiten. Gesprächspartner sind Ärzte des Universitätsklinikums und des Städtischen Klinikums Magdeburg, der Lungenklinik Lostau und der Reha-Klinik Bad Salzelmen sowie Ärzte aus Praxen in Magdeburg. Weitere Schwerpunkte während des Info-Tages werden "Ernährung und Krebs" sowie mögliche Risikofaktoren (Alter, familiäre Häufung von Krebserkrankungen, Hormone) sein. Während der gesamten Veranstaltung können sich Interessierte individuell in die Selbstuntersuchung der Brust sowie die Untersuchung der Haut einweisen lassen.

Eine Anzahl von interessanten Angeboten vervollständigen diesen Aktionstag: Es wird an das Körperbewusstsein appelliert sowie für körperliche Aktivität und Entspannung gesorgt (Yoga-Schule G. Bosrup, Yang Sheng Zentrum Leipzig, Kieser Training). Bilder der Galerie "Das Einhorn" aus Haldensleben sind zu sehen und Musik aus der CD des Tumorzentrums "Klang des Lebens", eine Produktion des hiesigen Gitarrenduos "Hands-on-Strings", wird zu hören sein. Die Erich-Weinert-Universitätsbuchhandlung ist mit ausgewählten Büchern zum Thema "Krebs" vor Ort. Dank der Unterstützung der Stadt Magdeburg kann der Turm der Kirche an diesem Tag kostenlos besichtigt werden. Der Eintritt zum Familien-Infotag "Aktiv gegen Krebs" ist frei.


PRESSEMITTEILUNG

10 Jahre Tumorzentrum Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V.- Festveranstaltung am 12. Oktober 2001

Bereits Ende der 70-iger Jahre wurden in der Bundesrepublik an Universitätsklinken und Schwerpunktkrankenhäusern Tumorzentren gegründet. Unterstützung kam von der Deutschen Krebshilfe und von der Bundesregierung, die im Rahmen eines Modellprogrammes ab 1981 Mittel zum Aufbau von Tumorzentren bereitstellte und ab 1991 auch die neuen Bundesländer mit einbezog.

Als erstes Tumorzentrum in Sachsen-Anhalt wurde im August 1991 das Tumorzentrum in Magdeburg gegründet und in seinem Aufbau finanziell seitens des Bundes, der Deutschen Krebshilfe und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Für diese zügige Gründung ist zu wesentlichen Teilen der ersten Vorsitzenden des Tumorzentrums, Prof. Dr. Astrid Franke, Direktorin der Klinik für Hämatologie/Onkologie im Universitätsklinikum, zu danken. Im vergangenen Jahr übernahm Prof. Dr. Günther Gademann, Direktor der Klinik für Strahlentherapie im Universitätsklinikum Magdeburg, den Vorsitz. Mitglieder des Tumorzentrums sind Kliniken und Krankenhäuser mit onkologischem Profil, Ärzte und Wissenschaftler, die onkologisch tätig sind, sowie die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung.

In der Woche "Europa gegen den Krebs" findet anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Tumorzentrums am 12. Oktober 2001 um 16.00 Uhr eine Festveranstaltung in der Johanniskirche in Magdeburg statt. Die Festansprache hält Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe e.V..
"Das Tumorzentrum Magdeburg dient als Leiteinrichtung für andere regionale onkologische Zusammenschlüsse und hat in seiner zehnjährigen Tätigkeit eine Reihe von Aufgaben übernommen, die der besseren Versorgung aller Krebspatienten dienen", informiert der Vorsitzende, Professor Günther Gademann. Als Beispiele nennt er die Durchführung regelmäßiger interdisziplinärer onkologischer Fall-Konferenzen, das Angebot eines überregionalen onkologischen Konsiliardienstes, die Organisierung onkologischer Fortbildungsveranstaltungen und insbesondere das Führen eines klinischen Krebsregisters. Aber auch die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und die Aufklärung der Öffentlichkeit zur Verhütung und Früherkennung von Krebserkrankungen, umgesetzt beispielsweise in den Familien-Infotagen 1999, 2000 und 2001, gehören zu den Aktivitäten des Tumorzentrums Magdeburg. Der diesjährige Familien-Infotag findet am 13. Oktober von 10 bis 15 Uhr in der Johanniskirche in Magdeburg statt.

In einem neuen Projekt ist im Auftrag des Tumorzentrums eine CD für Tumorpatienten produziert worden, die Betroffenen bei der Bewältigung des Krankheitsgeschehens helfen kann. Zu hören ist Musik des Gitarrenduos "Hands on Strings" aus Magdeburg. Unterstützt wurde dieses Projekt von der ÖSA und der Lotto-Toto GmbH.

Prof. Gademann: "Das zunehmende Wissen um die Komplexität der Krebserkrankung zwingt immer mehr zur verantwortungsvollen Zusammenarbeit aller in der Onkologie Tätigen." Die Koordination dieser Zusammenarbeit gehört zu den Aufgaben der Tumorzentren in der Bundesrepublik. "Dem trug das Tumorzentrum Magdeburg seit seiner Gründung Rechnung, in dem es eine enge Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung in der gesamten Region vom Harz bis zur Altmark anstrebt", fasst der Vorsitzende abschließend zusammen.

Ansprechpartner für Redaktionen:

Prof. Dr. Günther Gademann
Direktor der Klinik für Strahlentherapie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und
Vorsitzender des Tumorzentrums Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V.
Tel. 0391/67 15791
e-mail: guenther.gademann@medizin.uni-magdeburg.de

Dr. Beatrix Böhme
Geschäftsführerin des Tumorzentrums Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V., Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, Tel. 0391/67 15955
e-mail: beatrix.boehme@medizin.uni-magdeburg.de
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