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Fachgesellschaft votierte für Siegfried Seeber

16.10.2001 - (idw) Universität Essen (bis 31.12.2002)

Der Direktor der Inneren Klinik und Poliklinik (Tumorforschung) am Essener
Universitätsklinikum, Professor Dr. Siegfried Seeber (60), ist anlässlich der gemein-samen Jahrestagung der Deutschen und der Österreichischen Gesellschaft für Hä-matologie und Onkologie in Mannheim zum Präsidenten der Deutschen Fachgesellschaft (DGHO) gewählt worden. Dieser Gesellschaft sind mehr als 1 500 Wissenschaftler angeschlossen; sie ist der Dachverband für alle Internisten, die sich mit der Behandlung bösartiger Neubildungen und Systemerkrankungen der blutbildenden Systeme und des Lymphsystems beschäftigen.

Mit Siegfried Seeber hat sich die DGHO einen Präsidenten gewählt, der an der Spitze einer der größten europäischen Einrichtungen für Medizinische Onkologie steht. In der Essener Tumorklinik werden jährlich 10 000 stationäre und weitere
10 000 ambulante Behandlungen vorgenommen.

Ihr Direktor hatte die Grundlage für seine wissenschaftliche Karriere mit dem Studium in Tübingen gelegt. Er war dann mehrere Jahre in der experimentellen Krebsforschung in Tübingen und in Houston, Texas, tätig. 1976 habilitierte er sich am Essener Universitätsklinikum unter Professor Dr. Carl Gottfried Schmidt. Von 1984 bis 1989 leitete Professor Seeber die onkologische und hämatologische Klinik am Klinikum Leverkusen; 1990 wurde er auf die Professur für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Tumorforschung an die Universität Essen berufen.

Die Arbeitsgruppen in der Essener Tumorklinik befassen sich schwerpunktmäßig mit der Weiterentwicklung der medikamentösen Krebstherapie, der Überwindung von Therapie-Resistenz sowie neuen Methoden einer mehr selektiven und weniger toxischen Behandlung der Krebspatienten. Derzeit wird am Essener Klinikum die Neustrukturierung der Versorgung Krebskranker in Form eines Zentrums für kon-servative Onkologie geplant. Hier sollen hauptamtlich mit der Krebsbehandlung befasste Fachleute zur Kooperation verpflichtet werden. Besonders bei der medikamentösen Tumortherapie sollte nach Meinung von Professor Seeber gewährleistet sein, dass sie nicht - wie oft noch Realität - "nebenbei" erfolgt. Jeder Patient habe das Recht, nicht nur von einem operativen und einem strahlentherapeutischen Fachmann beurteilt zu werden, sondern auch von einem hauptamtlichen medizinischen Onkologen, um die optimale, der individuellen Situation angepasste moderne Therapieform zu finden und dem Patienten größtmögliche Überlebenschancen zu bieten.


Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85
Weitere Informationen: Professor Dr. Siegfried Seeber, Telefon (02 01) 7 23 - 20 00
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