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Netzwerke machen Weiterbildung transparent

18.10.2001 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Programm hat zeitgemäße Lernkultur und Bildungsinfrastruktur zum Ziel

Mainz, 15. Oktober 2001


PRESSEMITTEILUNG


Lernende Regionen:
Netzwerke machen Weiterbildung transparent

Auftaktveranstaltung zur Förderung von Bildungsnetzwerken in Rheinland-Pfalz / Programm hat zeitgemäße Lernkultur und Bildungsinfrastruktur zum Ziel


Lebenslanges Lernen, Qualifikationserwerb und Kompetenzentwicklung sind die zent-ralen Anforderungen unserer modernen Wissensgesellschaft. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer zeitgemäßen Lernkultur und einer Bildungsinfrastruktur, die mehr Eigenverantwortung, Flexibilität und Durchlässigkeit im Bildungsbereich gewährleistet. Vor diesem Hintergrund verabschiedete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Aktionsprogramm "Lernende Regionen - Förderung von Netzwerken". Seit Juni 2001 werden bundesweit 54 regionale Netzwerk-Projekte gefördert. Vier dieser Projekte befinden sich in Rheinland-Pfalz. Ziel des Programms ist es, regionale, bildungsbereichs- und trägerübergreifende Netzwerke auf- und auszubauen. "Es geht darum, in der Bildungslandschaft des Landes ein produktives Wir-Gefühl zu entwickeln", betonte der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Roland Härtel, im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Landtag Rheinland-Pfalz, "deshalb ist es wichtig, dass mit den Projekten die Weiterbildung in den Regionen für die Menschen transparenter gemacht wird. Denn nur so können wir zukünftig zielgenau neue Zielgruppen einbeziehen."


Im Rahmen der Auftaktveranstaltung "Lernende Regionen. Förderung von Bildungsnetzwerken in Rheinland-Pfalz" stellten Vertreter der Programmträger sowie Projektpartner die vier rheinland-pfälzischen Projekte vor, die vom Bund mit insgesamt einer Million Mark finanziert werden:

· Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn, Westerwald: "Neue Chancen für eine lokale Ökonomie im ländlichen Raum"
· Trier: "Aufbau eines Qualifizierungsnetzwerkes zur Förderung der Sprach und IT-Kompetenz"
· Stadt Mainz, Landkreis Mainz/Bingen: "Zukunftsaufgabe Bildung im städtischen Raum"
· Südliche und westliche Pfalz: "PALATINET - Bildungsnetz Pfalz: Mach' weiter-Bildung!"

Die Programmträger und Projektpartner wollen durch eine optimale Vernetzung der Angebote und Anbieter sowie durch die Entwicklung neuer Maßnahmen eine regionale Bildungsinfrastruktur schaffen, die Bildungsnachfragende und -träger enger als bisher zusammenführt. Dabei wird besonderes Gewicht auf die Einbeziehung neuer, bisher bildungsferner Gruppen gelegt. Auch die Berücksichtigung des "gender-mainstreaming" war ein wesentlicher Grund für die Bewilligung der Projektfördermittel.

Ziel der Auftaktveranstaltung war daher einerseits die Information über das Programm. Gleichzeitig sollen aber auch weitere Projektpartner gewonnen und in die Projekte eingebunden werden, denn ein wichtiges Kriterium der Bildungsnetzwerke ist ihre Offenheit: Alle Bildungseinrichtungen, kommunale Verwaltungen, Unternehmen, Vereine und andere Organisationen einer Region sollen von den Synergien des Netzwerkes profitieren und Partner werden können.

Das Aktionsprogramm stellt einen ersten Schritt zu einer nachhaltigen Förderung lebensbegleitenden Lernens dar. Es ist zudem ein Angebot an alle gesellschaftlichen Gruppen, an der Gestaltung einer "lernenden Gesellschaft" mitzuwirken. Durch die Kooperation der vielen unterschiedlichen Partner in der Weiterbildung in einer Region sollen die Bildungsbereitschaft verschiedener Zielgruppen, innovative Maßnahmen und beschäftigungsfördernde Aktivitäten intensiviert und langfristig ausgebaut werden, so Staatssekretär Härtel.

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