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Mitteilungen über den Maghreb

18.10.2001 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Symposium beschäftigt sich mit Film und Massenmedien

Mainz, den 17. Oktober 2001


PRESSEMITTEILUNG

Mitteilungen über den Maghreb
in Fotos, Filmerzählungen und Fernsehnachrichten

Symposium am 24./25. Oktober beschäftigt sich mit Film und Massenmedien im Maghreb/Regisseur Taieb Louhichi, tunesischer Künstler und Filmkenner, zu Gast


Orient und Okzident - das jahrhundertealte Spannungsfeld zwischen diesen beiden Kulturräumen hat seit dem 11. September auf schockierende Weise an Brisanz gewonnen. Fronten, die eigentlich zu Beginn des 21. Jahrhunderts längst passé sein sollten, scheinen sich wieder zu verhärten. Umso wichtiger ist es, sich über Feindbilder und Vorurteile hinweg mit der jeweils fremden Kultur auseinanderzusetzen und neuen Perspektiven Raum zu geben. Unseren westlichen Blick auf den Orient möglichst zu erweitern und nicht zuletzt die vielfältigen Beziehungen zwischen orientalischer und westlicher Kultur aufzuzeigen, dies ist das Ziel des Symposiums "Mitteilungen über den Maghreb in Fotos, Filmerzählungen und Fernsehrichten", zu dem das Geographische Institut und die Filmwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Mitt-woch, 24. Oktober, und Donnerstag, 25. Oktober, im Geographischen Institut (J. Becher-Weg 21) einladen.

Unter der Leitung von Prof. Anton Escher (Geographie) und Prof. Thomas Koebner (Filmwissenschaft) kommen auf dem Campus der Universität Mainz Vertreter von Wissenschaft und Medien zusammen, um verschiedene Bereiche der medialen Landschaften Algerien, Marokko und Tunesien zu beleuchten und verschiedene "Mitteilungen über den Maghreb" ins Auge zu fassen. Mit dem Regisseur Taieb Louhichi wird auch ein tunesischer Künstler und Filmkenner zu Gast sein.


Am Mittwoch, 24. Oktober, führt Dr. Annette Deeken nach einer kurzen Begrüßung durch die Veranstalter um 10.15 Uhr in die Tagung ein mit einem Blick zurück auf den Beginn des letzten Jahrhunderts. Sie spricht zu "Früher Photo- und Cinematographie über den Maghreb". Anschließend referiert Dr. Andrea Dittgen über das "Cinéma beur", das in Frankreich produzierte maghrebinische Kino. Nach der Mittagspause beleuchtet Heike Goede wiederum ein historisches Thema. Sie spricht über einen Film des deutschen Regisseurs G.W. Pabst, "Die Herrin von Atlantis"(1932), der in Marokko gedreht wurde - ein Beispiel für die orientalistischen Kinophantasien der 20er und 30er. Anschließend referiert Dorothée Kreuzer über das Filmfestival von Karthago, eines der wichtigsten Filmfestivals im arabischen Raum, und wird dabei einen Überblick geben über die Tendenzen und Entwicklungen, die sich an den im Laufe der Jahre dort präsentierten Produktionen ablesen lassen. Der Maghreb als Schauplatz westlicher Fantasien ist Thema des Vortrags von Dipl.-Geograph Stefan Zimmermann: er berichtet über "Filmtourismus" in Marokko und Tunesien.
Als Abschluss des ersten Tagungstages findet um 18.00 Uhr im Cinestar Kino Mainz die Vorführung des preisgekrönten tunesischen Films "Sama-Die Spur" (1988) von Neija Ben Mabrouk statt.

Erfahrungen eines Algerien-Korrespondenten der ARD
Den folgenden Tag eröffnet ARD-Korrespondent Samuel Schirmbeck mit einem Bericht über seine Erfahrungen als Presseverterter in Algerien. Nach ihm spricht Joachim von Mengershausen, Redakteur beim WDR, über Koproduktionen mit Maghreb-Ländern, die er in den 80er Jahren betreut hat. Unterstützt wird er dabei von Taieb Louhichi, der einige seiner Filme in Zusammenarbeit mit Joachim von Mengershausen produzieren konnte. Am Nachmittag um 14.30 Uhr erläutert Bernd Wolpert die Förderungs- und Verleihtätigkeit des EZEF, eines evangelischen Zentrums, das Filmarbeiten in Entwicklungsländern betreut.

Im Anschluss folgt ein Vortrag von Prof. Thomas Koebner. Sein Thema ist die "Unergründliche Fremde. Europäische Filme über den Maghreb", wobei er verschiedene Produktionen der letzten drei Jahrzehnte untersuchen wird.
Als Abschluss des Symposiums findet um 17.30 Uhr eine Videofilmvorführung statt: präsentiert wird "Layla", ein Film von Taieb Louhichi.

Weitere Informationen: Felicitas Kleiner, Filmwissenschaft, Tel. 06131/554707 oder 06131/393-1720, -1721, E-Mail: klfelicitas@hotmail.com.
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