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Herz-Infarkt: Schnell reagieren!

26.10.2001 - (idw) Universität Leipzig

Nach Angaben des Gesundheitsamtes starben in Leipzig im Jahre 2000 276 Männer und 310 Frauen an einem akuten Herzinfarkt. Grund genug sich im Rahmen der Deutschen Herzwoche an der Aktion der Herzstiftung zu beteiligen. Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig und der Fachbereich Kardiologie der Medizinischen Klinik I der Universität Leipzig laden am 7. November 2001, um 15.00 Uhr, alle Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Herzinfarkt in den Festsaal des Neuen Rathauses ein.


Prof. Dr. med. Dietrich Pfeiffer Nach Angaben des Gesundheitsamtes starben in Leipzig im Jahre 2000 276 Männer und 310 Frauen an einem akuten Herzinfarkt. Grund genug sich im Rahmen der Deutschen Herzwoche an der Aktion der Herzstiftung zu beteiligen. Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig und der Fachbereich Kardiologie der Medizinischen Klinik I der Universität Leipzig laden am 7. November 2001, um 15.00 Uhr, alle Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Herzinfarkt in den Festsaal des Neuen Rathauses ein. Referenten sind u. a. Prof. D. Pfeiffer, Universitätsklinikum Leipzig, Dr. W. Storch, Leitender Rettungsarzt, Prof. G. Schuler, Herzzentrum Leipzig.

Der Spezialist für Herz- und Kreislauferkrankungen am Universitätsklinikum Leipzig, erklärt, was Herz-Infarkt ist, und was man tun muß:

Das Herz ist ein etwa faustgroßer Muskel, der unseren Blutkreislauf in Bewegung hält. Dieser Muskel ist umgeben von einem Aderngeflecht, den sogenannten Herzkranzgefäßen. Beim Herzinfarkt wird eines dieser Gefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, der Herzmuskel kann nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt werden, und das betroffene Areal stirbt nach und nach ab. Wenn man den Herzinfarkt schnell und richtig behandelt, kann man das Absterben verhindern oder zumindest einschränken. Geschieht das innerhalb von sechs bis acht Stunden, sind die Chancen dafür gut.

Deshalb ist es wichtig, dass man die Symptome des Herzinfarktes kennt und schnell Hilfe holt. Meistens äußert sich der Herzinfarkt in langanhaltenden starken Schmerzen in der Brust, die in den linken Arm ausstrahlen können. Der Schmerz kann plötzlich auftreten oder sich schon tagelang vorher durch kleine Attacken ankündigen. Wenn der Schmerz länger als 20 Minuten ununterbrochen andauert, ist sofort der Rettungsdienst, Telefon 112, zu verständigen. Aber Achtung: Diabetiker und alte Menschen erleiden manchmal einen "Stummen" Herzinfarkt. Sie haben keine Schmerzen, nur manchmal ein Schwindelgefühl oder sie werden kurz bewußtlos. Auch dann sollte man schnell medizinische Hilfe suchen!

Der Arzt wird zunächst den Schmerz bekämpfen und dann die genaue Diagnose stellen. Liegt ein Herzinfarkt vor, muß das verstopfte Gefäß wieder durchlässig gemacht werden. Das geschieht durch Medikamente, die das Blutgerinnsel auflösen. Der Arzt kann den Verschluss auch mit einem Ballon aufdrücken, der über einen Katheter eingeführt wird. Damit sich die Gefäße nicht wieder verschließen, muß der Patient Medikamente nehmen, die das Blut verdünnen.
Dr. Bärbel Adams
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