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"Evaluation der von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Forschung in Deutschland"

29.10.2001 - (idw) Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung

PM 34/2001


"Evaluation der von Bund und Ländern gemeinsam
geförderten Forschung in Deutschland"


In den vergangenen sechs Jahren haben BLK und Zuwendungsgeber alle gemeinsam geförderten Forschungseinrichtungen durch den Wissenschaftsrat, bzw. bei der DFG, der MPG und der Fraunhofer-Gesellschaft durch gesonderte Kommissionen evaluieren lassen. Auf der Basis der Evaluierungsergebnisse hat sie schon heute den Regierungschefs von Bund und Ländern einen Bericht mit folgenden fünf Thesen vorgelegt:

1. Das deutsche Wissenschaftssystem hat sich im Grundsatz bewährt. Dennoch müssen die Qualität der Forschung und die Effizienz des Mitteleinsatzes gesteigert werden. Deshalb sollte der Wettbewerb der Wissenschaftseinrichtungen gestärkt werden.

2. Die Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen müssen sich durch Konzentration auf Bereiche, in denen sie besonders leistungsstark sind, stärker profilieren. Das kann auch bedeuten: gezielter Ausbau oder Schließung von Einrichtungen.

3. Das deutsche Wissenschaftssystem muss besser vernetzt werden und international aktiver werden. Den Abschottungstendenzen im jetzigen Wissenschaftssystem ist entgegenzuwirken. Dies ist möglich, das beweisen die Eingliederungen der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung in die FhG ebenso wie die strategische Neuausrichtung der HGF. Maßnahmen zur verstärkten Internationalisierung sind mit der Konzertierten Aktion "Internationales Marketing" angelaufen.

4. Verstärkter Wettbewerb, wie beispielsweise in der neu formierten Helmholtz-Gemeinschaft soll auch in anderen Bereichen zu neuen Kooperationsformen bis hin zu befristeten, thematisch fokussierten Konsortien führen. Das schließt weitere Kooperation auf gemeinsamen Gebieten nicht aus.

5. Erleichterungen im Haushalts- und Personalwesen sollen das deutsche Wissenschaftssystem flexibler machen. Finanzielle Planungssicherheit soll den Einrichtungen in Verbindung mit neuen Steuerungsmechanismen ermöglicht werden.
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