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2,5 Millionen Mark für Reformprojekte

30.10.2001 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Universität Bonn erleichtert den Start ins Studium

Die Universität Bonn erhält in den nächsten vier Jahren für Projekte zur Verbesserung der Studienqualität rund 2,5 Millionen Mark vom Land Nordrhein-Westfalen. Sechs Hauptziele haben die Universität und das Düsseldorfer Wissenschaftsministerium miteinander vereinbart: Unter anderem will die Universität im Rahmen der Förderung den Einstieg ins Studium erleichtern, die Vereinbarung von Ausbildungszielen zwischen Dozenten und Studierenden erproben und zentrale Bildungsangebote für Studierende aller Fachrichtungen schaffen. "Die Stärke unserer Universität ist die enge Verzahnung der akademischen Lehre mit der Forschung. Diese Stärke soll erhalten und ausgebaut werden", erläutert der Dekan der Philosophischen Fakultät, Professor Georg Rudinger, die Absicht hinter den Reformbemühungen; er hatte die Zielvereinbarungen im Auftrag des Rektorats mit dem Wissenschafts-ministerium ausgehandelt.

Mit dem Geld aus Düsseldorf hat die Bonner Universität einiges vor: So werden Programme aufgelegt, die Erstsemestern und Studienortwechslern den Einstieg erleichtern. Entsprechende Tutorien will die Universität in Zusammenarbeit mit den Fachschaften und Fakultäten institutionalisieren. "Wir erhoffen uns dadurch neben der stärkeren Bindung unserer 'Neuen' eine neue Qualität der Beziehung der Universität zu ihren Studierenden", sagt Professor Rudinger. Außerdem plant die Universität, mit den Landesmitteln gestufte Lehrangebote und so genannte Kreditpunktesysteme zu entwickeln. In den nächsten vier Jahren sollen dabei zunächst die Studieninhalte in zehn ausgewählten Studiengängen modularisiert und gestrafft werden.

Die Universität wird darüber hinaus zentrale Bildungsangebote für Statistik, angewandte Informatik und neue Medien aufbauen - Schlüsselqualifikationen, die für Studierende in allen Fakultäten wichtig sind. Unter anderem sollen ein Umfragezentrum und ein Statistik-Labor etabliert werden, in denen Studierende an aktuellen Forschungsprojekten mitwirken.

Die Einführung von Zielvereinbarungen zwischen Dozenten und Studierenden ist eine weitere Neuerung, die die Universität mit der Finanzspritze des Wissenschafts-ministeriums prüfen wird. Dadurch, dass die Hochschullehrer ihre Ziele, Methoden und Materialien klar kommunizieren, soll die Ausbildung transparenter werden. Die Überprüfung solcher Zielvereinbarungen ist außerdem die Grundlage für die künftige Evaluation von Lehre an der Universität Bonn, in die auch Ergebnisse der Befragung von Studierenden, Professoren und Absolventen einfließen werden. Regeln für die interne Bewertung der Lehre soll künftig ein Leitfaden aufzeigen, den das Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) unter Leitung von Professor Rudinger entwickeln wird. Es greift dabei auf Erfahrungen aus vorangegangenen Pilotprojekten zurück.

Die 2,5 Millionen Mark stammen aus dem Programm Studienreform 2000 plus und sind für Personal- und Sachkosten vorgesehen. Zusätzlich finanziert das Wissenschaftsministerium eine Koordinationsstelle für Studium und Lehre beim Bonner Rektorat, die bereits im laufenden Wintersemester eingerichtet werden soll. Nach zwei Jahren werden die Universität und das Land anhand eines Zwischenberichts überprüfen, ob die vereinbarten Ziele erreicht wurden. Davon ist abhängig, ob der Mittelfluss Bonn in vollem Umfang erreicht.


Ansprechpartner für die Presse: Prof. Dr. Georg Rudinger, Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn, Telefon: 0228/73-4151 und
-7295, E-Mail: rudinger@uni-bonn.de
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