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11. September 2001 - Öffentliche Ringvorlesung in der Universität

30.10.2001 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Auch einige Wochen nach den verheerenden Terroranschlägen von New York und Washington erfüllen die weitreichenden Konsequenzen der Ereignisse des 11. September 2001 die Mitglieder der Universität Bonn noch immer mit großer Sorge. Die Tatsache, dass einer der Terroristen zeitweise das Studienkolleg in Bonn besuchte und dass zur so genannten Rasterfahndung nach weiteren "Schläfern" nun auch Personendaten der Bonner Universität herangezogen werden, sorgten für erhebliche Unruhe. Der Rektor der Universität, Professor Klaus Borchard, hatte bereits kurz nach den Terroranschlägen zur Besonnenheit gemahnt und Pauschalverurteilungen gegenüber muslimischen Studierenden vehement zurückgewiesen. Tatsächlich sei der Terrorismus nicht eine Folge des Islam, sondern vielmehr Ausdruck eines komplizierten Wirkgefüges, dessen Hintergründe gründlich zu analysieren zu den Aufgaben einer Universität gehöre.

Die Universität Bonn ist zudem bereits seit vielen Jahren eng mit amerikanischen Partnern wie etwa der renommierten New York University verbunden. Und mit dem vor 11 Jahren gegründeten Nordamerikaprogramm (NAP) sind die transatlantischen Verbindungen in Forschung und Lehre weiter gefestigt worden.

Im Wintersemester 2001/2002 veranstaltet die Universität Bonn daher eine öffentliche Ringvorlesung mit dem Titel "America Under Attack - Der 11. September 2001 - Folgen, Fragen, Hintergründe". Die Reihe wird federführend vom Nordamerikaprogramm der Universität mit Unterstützung des Rektorats organisiert und findet dienstags in Hörsaal 17 und donnerstags in Hörsaal 1 jeweils von 19 bis 21 Uhr statt. Die Referenten sind in dieser Thematik besonders ausgewiesene Fachleute, die aus ihren verschiedenen Perspektiven die Probleme analysieren. Die Universität ist dabei mit zahlreichen Disziplinen von der Islam- über die Kultur- bis hin zur Geschichtswissenschaft vertreten.

Zum Auftakt der Ringvorlesung spricht am Dienstag, 6. November 2001, der Amerika-Experte Professor Christian Hacke, Seminar für Politische Wissenschaft, zum Thema "Die weltpolitische Rolle der USA im Lichte der terroristische Anschläge vom 11. September 2001" im Hörsaal 17. Diese Veranstaltung beginnt ausnahmsweise bereits um 18 Uhr.
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