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Theater per se spielt "Ghetto"

16.11.2001 - (idw) Universität des Saarlandes

Premiere: Mittwoch 5.12.2001

Nach der erfolgreichen Produktion des Stückes "Besucher" (Botho Strauß) im Jahr 1999 führt die studentische Theatergruppe Theater per se nun "Ghetto" von Joshua Sobol auf.

1942: Unter dem Druck des Nazi-Terrors kämpfen die Bewohner des jüdischen Ghettos von Wilna um ihr Überleben. Auf der einen Seite steht Gens, der jüdische Leiter des Ghettos, der in seinem verzweifelten Bemühen um jedes Menschenleben letzten Endes zu Kompromissen mit den Deutschen gezwungen ist. Seiner Initiative, ein Ghetto-Theater zu gründen, steht der Sozialist Kruk ablehnend gegenüber, denn "Auf dem Friedhof spielt man kein Theater!". Andere Bewohner, wie zum Beispiel der Fabrik-besitzer Weiskopf, versuchen, sich durch wirtschaftliche Kollaboration mit den Deutschen unabdingbar zu machen. Über allem steht die Willkürherrschaft des Nazi-offiziers Kittel, der gerne als Gönner und Liebhaber der jüdischen Kultur auftritt, um im nächsten Augenblick seine Macht skrupellos auszuspielen. Besonders die jiddischen Lieder mit Klavierbegleitung vermitteln aber trotz des (bedrückenden) Ernstes der Lage immer wieder auch den Mut und den ungebrochenen Lebenswillen der Ghettobewohner.


Zur Gruppe:
Theater per se erblickte 1995 mit "Wir sind noch einmal davon gekommen" als studentische Theatergruppe der Universität des Saarlandes das Licht der Bühne. Nach vier Produktionen aus dem Bereich des Absurden Theaters steht mit "Ghetto" unter der Regie von Nicolai Zwosta dieses Mal ein hochaktuelles Stück mit historischem Hintergrund auf dem Spielplan. Die 18-köpfige Schauspieltruppe setzt sich aus Studenten und Studentinnen der verschiedensten Fachrichtungen zusammen und kann inzwischen auf eine langjährige Erfahrung mit dem Theaterspielen zurückgreifen.


Premiere: Mittwoch 5.12., weitere Aufführungen: Samstag 8.12., Dienstag 11.12., Freitag 14.12. und Montag 17.12;
jeweils um 19:30 Uhr im Theatersaal der Universität des Saarlandes (Campus Saarbrücken, Mensagebäude).
Eintritt: Vorverkauf 8,-DM / Abendkasse 10,-DM
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