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Heitfeld-Preise für junge Geologen

24.01.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Preisträger Dr. Frank Stiller (Bildmitte) vor der Preisverleihung. Zwei Geowissenschaftler der Westfälilschen Wilhelms-Universität, Dr. Frank Stiller und Diplom-Geologe Philipp Pötter, sind von der "Hildegard- und Karl-Heinrich Heitfeld-Stiftung" mit Nachwuchsförderpreisen ausgezeichnet worden.

Überreicht wurden die mit jeweils 2.500 Euro dotierten Preise am Donnerstag, 24. Januar 2002, in Münster im Rahmen einer Feierstunde im Geologisch-Paläontologischen Museum der Universität. Für Pötter, der sich zur Zeit beruflich auf einer Öl-Plattform befindet, nahm sein Betreuer, Prof. Dr. Harald Strauß, den Preis entgegen.

Die "Heitfeld-Stiftung" hat damit zum zweiten Mal Preise an herausragende Nachwuchswissenschaftler im Bereich Geologie und Paläontologie der Universität Münster verliehen. Gegründet von Prof. Dr. Karl-Heinrich Heitfeld, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie an der Technischen Hochschule Aachen, dient die Stiftung der Förderung der Geologie und Paläontologie an der Universität Münster durch die Vergabe von Stipendien an besonders förderungswürdige Studierende sowie von Preisen für herausragenden Diplom-Arbeiten und Dissertationen. Die Heitfeld-Preise gingen in diesem Jahr an Dr. Frank Stiller, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geologisch-Paläontologischen Instituts der Universität Münster, für seine Doktorarbeit über Fossilvergesellschaftungen in Südwestchina und an Diplom-Geologe Philipp Pötter für seine Diplomarbeit über Lagerstätten in Südafrika.

Frank Stiller, geboren 1967 in München, hat in Münster Geologie und Paläontologie studiert und sich während seines Studiums auch längere Zeit in der Volksrepublik China aufgehalten. Dem Diplom im Fach Geologie/Paläontologie folgten weitere Forschungsaufenthalte in China und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geologisch-Paläontologischen Instituts der Universität Münster. Für seine Doktorarbeit, mit der er im vergangenen Jahr promoviert wurde, wurde er jetzt mit einem "Heitfeld-Preis" ausgezeichnet. Stiller untersucht darin reiche Fossilvergesellschaftungen aus der Mittleren Trias in der Umgebung von Qingyan in Südwestchina. Dabei wies er zahlreiche neue Arten nach und gewann bemerkenswerte Einsichten in die Lebensweisen einzelner Spezies.

International ausgerichtet ist auch der zweite Preisträger: Philipp Pötter, geboren 1975 in Ibbenbüren, hat ebenfalls in Münster Geologie studiert. 1998/1999 war er Austauschstudent an der Universität Oviedo/Spanien. Zur Vorbereitung seiner Diplom-Arbeit hielt er sich im Wintersemester 2000/2001 in Südafrika auf und legte im vergangenen Jahr seine Diplom-Prüfung ab. In seiner jetzt mit einem "Heitfeld-Preis" ausgezeichneten Diplom-Arbeit untersuchte Pötter Fluor-Blei-Zink-Lagerstätten im Zeerust-Distrikt im nordwestlichen Südafrika, die schon Ende des letzten Jahrhunderts exploriert, abgebaut und kurze Zeit später auch wieder verlassen worden sind. Ziel der Arbeit war es, auf der Basis von neuesten geochemischen Datensätzen ein schlüssiges genetisches Modell für die hydrothermale Mineralisation aufzustellen und diese in einen großgeologischen Zusammenhang zu stellen.
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