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Mittagsessen auf der Straße nährt arme Bewohner Nairobis

18.03.2002 - (idw) Niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung - NWO

Vor allem Einwohner der Slums scheinen Nutzen von Mahlzeiten von Buden auf der Straße zu haben. Dies hat sich aus Forschungen der niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO) in der Kenianischen Hauptstadt Nairobi erwiesen. Nahrungsforscher der Universität Wageningen und der Universität von Nairobi führten die Untersuchung gemeinsam durch.

In der Hauptstadt von Kenia isst ein Großteil der Arbeiter ihr Mittagessen auf der Straße. Es wird auch viel auf der Straße gefrühstückt. Die Qualität des Essens erweist sich als anständig. Es enthält eine ordentliche Menge an Eiweiß und Fett. Es fehlen jedoch viele Vitamine und die Portionen neigen sich zu klein zu.

Vor allem die ärmsten Arbeiter, aus den Slums und ohne feste Anstellung, sind von der 'Straßennahrung' abhängig. Durchschnittlich essen Bewohner der Slums drei bis vier Mal pro Woche eine Mahlzeit auf der Straße.

Aus Interviews mit über sechzig Verkäufern folgerten die Nahrungsforscher, dass die Hygiene, mit der die Nahrung zubereitet wird, vor allem von den Anforderungen abhängt, welche die Konsumenten daran stellen. Mehr Kenntnisse über Hygiene bei den Verkäufern hat kaum Effekt. Übrigens erschweren die Straßebedingungen es, Nahrung wirklich hygienisch zuzubereiten und aufzubewahren. Es fehlt auch an sauberem Wasser. Die ein wenig reicheren Arbeiter essen, nicht umsonst, meistens in Kiosks.

Straßenverkäufer von Mahlzeiten dürfen das geschäftliche Zentrum Nairobis nicht betreten. Der Staat hat gerne, dass dieser Stadtteil den Eindruck eines entwickelten Landes macht. Straßenverkäufer gehören nicht in dieses Bild. Das ist Schade, finden die Forscher, denn außer eine wichtigen Quelle an Nahrungsstoffen bringt der Verkauf und die Zubereitung von Straßennahrung viele Arbeitsmöglichkeiten.

Am meisten werden auf der Straße Nairobis Mandazi verkauft, eine Art Krapfen in der Form einer Apfeltasche. Neben diesem Snack gibt es viele komplette Mahlzeiten zu kaufen. Beliebt ist eine Mischung von braunen Bohnen mit Mais und eventuell ein wenig Gemüse. Außerdem werden viele Chapati verkauft; Pfannkuchen die eigentlich aus Indien stammen. Sie werden oft mit erbsenartigen Bohnen gegessen. Es gibt auch einen mehr traditionellen Mittagsmahlzeit aus einem massiven Püree aus Maismehl mit dazu Blattgemüse, etwas zwischen Grünkohl und Spinat.

Nähere Informationen bei Dr. Hilda van 't Riet, (Universität Wageningen, Abteilung Humane Ernährung und Epidemiologie), Tel. +31 (0) 317 483312, Fax. +31 (0) 317 482782, Email: hilda.vantriet@staff.nutepi.wau.nl oder Alice Mwangi PhD (Universtity of Nairobi, Unit of Applied Nutrition), Email: ammwangi@africaonline.co.ke. Die Doppelpromotion fand am 5. März statt.
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