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Wissenschaft und Wirtschaft können mehr

01.09.2004 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

IHK Präsident Dr. Joachim v. Harbou zum Vorsitzenden des neu gegründeten Kuratoriums des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften gewählt

FRANKFURT. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Frankfurt verstärkt mit der Einrichtung eines Kuratoriums seine Bindungen zum Wirtschafts- und Finanzplatz Frankfurt. Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis durch die Institutionalisierung des Dialogs zu intensivieren. So soll das Kuratorium beispielsweise praxisnahe Hinweise zu der in Gründung befindlichen Goethe Business School geben, in der die Graduiertenausbildung des Fachbereichs, etwa in Zusammenarbeit mit US-Spitzenuniversitäten wie der Duke University, gebündelt wird.

Auf der zweiten Sitzung des Gremiums wurde der Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Dr. Joachim v. Harbou, zum Vorsitzenden gewählt. V. Harbou würdigte die Universität als einen zentralen Standortfaktor und Motor für die gedeihliche Fortentwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Daher habe er gerne dieses Amt übernommen, um ein Zeichen zu setzen, dass FrankfurtRheinMain auf die Universität setze und mit ihrem Potenzial rechne.

Aber auch der Fachbereich hat konkrete Anliegen, die er im Schulterschluss mit der Wirtschaft diskutieren möchte. Dazu zählen beispielsweise die aus dem Bologna-Prozess herrührenden Veränderungen bei den Studienabschlüssen - Stichworte sind Bachelor und Master sowie Akkreditierung. Konkret möchte der Fachbereich hier die Managementerfahrung der Praxis für sich nutzbar machen und auch über Lehrpläne, Auswahlverfahren für Studienbewerber und die technische Unterstützung der vielfältigen Fachbereichsprozesse sprechen.

"Wir stellen der Universität gerne unser Know-how bei der Bewältigung komplexer Veränderungsprojekte zur Verfügung" sagte v. Harbou, "wobei wir uns im Zuge dieser Zusammenarbeit erhoffen, von einem besseren Verständnis der Universität und ihrer Leistungsstärke zu profitieren, um sie beispielsweise zur Entwicklung neuer Produkte oder der Implementierung von Prozessen zum gegenseitigen Vorteil nutzbar machen zu können."

Prof. Wolfgang König, der am 1. Oktober das Amt des Dekans übernimmt und das Kuratorium seitens des Fachbereichs betreut, betonte, dass in der Wirtschaftspraxis häufig vielfältige Prozesserfahrungen vorlägen, die man in der Universität nicht noch einmal mit hohem Einsatz erarbeiten müsse. Darüber hinaus verfolge der Fachbereich schon seit Jahren einen Kurs, bei gleichzeitiger Betonung der methodischen Grundlagen die Verbindungen zu Wirtschaft und Verwaltung zu stärken. Man habe sich damit in der Wissenschaft und bei Studierenden einen hervorragenden Klang verschafft.

Dem Kuratorium gehören 14 namhafte Vertreter von Banken, der Informationssystem- und Kommunikationsbranche, dem produzierenden Gewerbe, dem Verkehrs-wesen, der Dienstleistungs- und Beratungsindustrie und der Stadtverwaltung an. Die Mitglieder des Gremiums werden für einen Zeitraum von drei Jahren gewählt und treffen sich zwei mal pro Jahr.

Die Universität Frankfurt gehört zu den größten der Bundesrepublik und hat sich durch eine frühzeitige Schwerpunktbildung auf einigen Feldern auch international einen hervorragenden Ruf erworben, so etwa im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften sind ca. 5.500 Studierende in den drei Diplom-Studiengängen Diplom-Kaufmann, Diplom-Handelslehrer und Diplom-Volkswirt eingeschrieben. Der Fachbereich wird 2007 auf den neuen Campus Westend in ein neben dem ebenfalls neu zu errichtenden House of Finance' ziehen.

Kontakt: Prof. Wolfgang König; Institute of Information Systems and E-Finance Lab; Universität Frankfurt; Mertonstr. 17; 60325 Frankfurt Tel.: 069 798 28594; Fax: 069 798 28585; E-.Mail: koenig@wiwi.uni-frankfurt.de

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