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Ehrenkolloquium anläßlich des 90. Geburtstags von Prof. em. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Werner Albring

21.09.2004 - (idw) Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Dienstag, 28. September 2004
14.00 - 17.30 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Werner Albring ist einer der maßgeblichen Strömungsdynamiker unserer Zeit - mit reichem Schrifttum und zahlreichen praktischen Weiterungen gilt er als einer der Väter der heutigen Strömungsmechanik. Sein Leben ist in hohem Maße durch die historischen Brüche des vergangenen Jahrhunderts geprägt.

Geboren wurde Werner Albring am 26. September 1914 in Schwelm / Westfalen. Er absolvierte ein Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule in Hannover und war dort nach seiner Promotion von 1941 bis 1945 stellverstretender Leiter des Instituts für Aerodynamik und Flugtechnik. Nach Kriegsende leitete Werner Albring zunächst die Abteilung für Aerodynamik und Entwurf in den Zentralwerken von Bleicherode in Thüringen, wurde jedoch 1946 mit seiner Familie in die Sowjetunion, auf die Insel Gorodomlia im Seligersee verbracht, wo er bis 1952 als Aerodynamiker an der Entwicklung und Konstruktion von Trägerraketen arbeitete. Diese Jahre hat Werner Albring in seinem Buch "Gorodomlia. Deutsche Raketenforscher in Rußland" (Hamburg: Luchterhand 1991) reflektiert. - Von 1952 bis 1979 hatte er den Lehrstuhl für Angewandte Strömungslehre der Technischen Hochschule Dresden inne und war von 1955 bis 1960 nebenamtlich Bereichsleiter in der Forschungs- und Versuchsanstalt für Strömungsmaschinen in Dresden.

Werner Albring erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, so u.a. 1972 den Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technik und 1995 den Ludwig-Prandtl-Ring. Er ist Ehrendoktor der Universitäten von St. Petersburg und Budapest und Ehrenmitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seine Veröffentlichungen "Angewandte Strömungslehre" (1. Aufl. 1961) und "Elementarvorgänge fluider Wirbelbewegungen" (1981) sind Standardwerke der Strömungsmechanik. Mit dem Ehrenkolloquium wird Werner Albrings herausragende wissenschaftliche Leistung gewürdigt - während die aus diesem Anlaß präsentierte kleine Auswahl von Aquarellen und Zeichnungen aus mehr als fünf Jahrzehnten von seinen künstlerischen Begabungen und Neigungen zeugen.

Programm des Ehrenkolloquiums: Bernd Hillemeier Begrüßung, Martin Grötschel "Der junge Albring und Schwelm", Reiner Vollheim "Experimentierfeld Rußland und das Strömungsmechanik-Institut in Dresden", Hans Göldner "Werner Albrings interdisziplinäres Wirken", Peter Költzsch "Werner Albring und die Ähnlichkeitsmechanik", Hans-Günther Wagemann "Werner Albrings Wirken in der jüngeren Zeit", Werner Albring "Zur Strategie naturwissenschaftlich-technischer Forschung".

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 27. September 2004 per Fax: 030 203 70-366,
E-Mail: glerch@bbaw.de oder telefonisch: 030 203 70-657 (Gisela Lerch).
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