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Deutsch-Amerikaner Tom Rapoport erhält Warburg-Medaille

22.09.2004 - (idw) Verbund biowissenschaftlicher und biomedizinischer Gesellschaften (VBBM)

Tom Rapoport, Professor für Zellbiologie an der Harvard Medical School in Boston, wurde im Rahmen der Herbsttagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) in Münster mit der Otto Warburg-Medaille geehrt.


Warburg-Preisträger Tom Rapoport Tom Rapoport, Professor für Zellbiologie an der Harvard Medical School in Boston, wurde im Rahmen der Herbsttagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) in Münster mit der Otto Warburg-Medaille geehrt.

Tom Rapoport erhält die Auszeichnung für seine bahnbrechenden Arbeiten zum Transport von Eiweißen über Zellmembranen. Eine biologische Zelle gleicht einer hochkomplexen Fabrik mit verschiedenen Produktions- und Versorgungsstätten. Durch Membranen voneinander getrennt, verbinden eine Fülle hochspezieller Transporter die verschiedenen Zellkompartimente und organisieren die saubere räumliche Zuordnung aller benötigten Zellsubstanzen von einfachen chemischen Molekülen zu hochkomplexen und großen Eiweißen. Tom Rapoport und seine Gruppe haben mit Ihren Arbeiten zur Struktur und Funktion von Transportporen wesentlich zum Verständnis der Prozesse zum zielgerichteten Transport von Eiweißmolekülen durch die Membranen in der Zelle beigetragen.

Tom Rapoport studierte an der Humboldt Universität in Berlin und arbeitete als Gruppenleiter und Professor am Zentralinstitut für Molekularbiologie der Akademie der Wissenschaften der DDR bzw. am Max-Delbrück-Zentrum in Berlin. 1995 folgte er einem Ruf nach Amerika.

Die Otto Warburg-Medaille ist die höchste Auszeichnung im Bereich der Biochemie in Deutschland. Eine Reihe vorheriger Preisträger wurden später mit dem Nobelpreis geehrt - zuletzt Günter Blobel, Christiane Nüsslein-Volhard und Kurt Wüthrich. Der Vortrag von Tom Rapoport bildete den Auftakt zum wissenschaftlichen Programm der Jahrestagung der GBM 2004. Zu dieser Tagung haben sich vom 19. bis zum 22. September gut 600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 14 europäischen Ländern, aus Ägypten, Brasilien, Japan und den USA an der Universität Münster versammelt.

Weitere Informationen zum Preis, zur Tagung in Münster und der sonstigen Arbeit der Gesellschaft finden Sie unter www.gbm-online.de auf der Homepage der GBM.
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