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Neues Netzwerk will "Frühchen"-Eltern mit Rat und Tat unterstützen

23.09.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Thüringenweites Eltern-Netzwerk zur Unterstützung bei problematischen Frühgeburten initiiert


Teilnehmer des 1. Jenaer Frühchentreffens (Foto: Grau/Uniklinikum Jena) Jena (23.09.04) Ein thüringenweites Netzwerk von Eltern so genannter "Frühchen" ist am 18./19. September auf dem 1. Jenaer Frühchentreffen an der Kinderklinik der Universität Jena initiiert worden. "Wir wollen so eine Unterstützungsmöglichkeit für Eltern von Frühgeborenen schaffen, die durch die Frühgeburt oft großen seelischen Belastungen ausgesetzt sind", erklärt Prof. Dirk Schramm, Direktor der Abteilung für Neonatologie der Universitätskinderklinik und Initiator des Netzwerkes. Mütter und Väter von zu früh geborenen Kindern, die selbst eine Frühgeburt durchgemacht haben, sollen dabei ihr Wissen und Ihre Erfahrungen weitergeben und künftigen Frühchen-Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Denn wenn das Wunschkind viel zu früh auf die Welt kommt, als "problematisches" Frühchen beatmet werden muss und manchmal viele Wochen in der Klinik verbringt, geraten auch die Eltern in eine schwierige Situation. In dieser Phase seelischer Belastungen, begleitet von Unsicherheiten und auch Schuldgefühlen, kann der Zuspruch anderer Betroffener oft mehr helfen als der von Schwestern und Ärzten, so die Erfahrungen der Jenaer Kindermediziner.

Um hier künftig Kontakt zu Ansprechpartnern mit ähnlichen Erfahrungen vermitteln zu können, wollen die Jenaer Mediziner ein Netz von Eltern besonders problematischer Frühgeborener knüpfen. "Eine Blitzumfrage unter den bei unserem ersten Treffen am vergangenen Wochenende anwesenden Eltern zeigte, dass mehr als zwei Drittel von ihnen seinerzeit gern selbst auf ein solches Angebot zurückgegriffen hätten", so Schramm. Entsprechend groß war die Bereitschaft unter den mehr als 100 Müttern und Vätern auf dem sehr gut besuchten 1. Frühchentreffen, sich künftig in dem Netzwerk zu engagieren.

Die Jenaer Kinderärzte hoffen jetzt darauf, weitere Eltern aus allen Thüringer Regionen für das Netzwerk gewinnen zu können, um so künftigen Frühchen-Eltern auch Ansprechpartner in ihrer Nähe vermitteln zu können. Eltern mit Interesse an einer Mitarbeit in dem Netzwerk werden daher herzlich gebeten, sich schriftlich bei Prof. Schramm in der Abteilung Neonatologie der Jenaer Universitätskinderklinik zu melden.

Kontakt:
apl. Prof. Dr. Dirk Schramm
Direktor der Abteilung Neonatologie und Intensivmedizin
Klinik für Kinder und Jugendmedizin der Universität Jena
07740 Jena
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