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HEUTE erschienen: Arabische Begegnungen mit dem Nationalsozialismus

23.09.2004 - (idw) Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

"Blind für die Geschichte" nannte vor einigen Jahren der britische Journalist Robert Fisk die Araber, sobald es um deren Verhältnis zum Nationalsozialismus und um dessen Verbrechen an den Juden gehe. Aber "blind für die Geschichte" zu sein hieße auch, die Frage nach den zeitgenössischen arabischen Perspektiven auf diese Zeit nicht zu stellen.


Das Zentrum Moderner Orient in Berlin unter Leitung von Prof. Ulrike Freitag legt heute den neu erschienen Sammelband:

"Blind für die Geschichte? Arabische Begegnungen mit dem Nationalsozialismus" von Gerhard Höpp, Peter Wien und René Wildangel vor.
Klaus Schwarz Verlag Berlin 2004; 382 Seiten; broschiert;
ISBN 3-87997-625-2
26 Euro

10 Historiker äußern sich erstmals umfassend zur Begegnung der arabischen Welt mit dem Nationalsozialismus - von den 30er Jahren bis zu aktuellen Debatten um Antisemitismus und Holocaustlegnung. Behandelt werden die Schicksale von Arabern, die in deutschen Konzentrationslagern ums Leben gekommen sind, die vergessene Geschichte nordafrikanischer Kolonialsoldaten, die im Kampf gegen Nazideutschland als "Kanonenfutter" dienten, wie auch die zum Teil überraschend kritischen arabischen Bewertungen des Nationalsozialismus zu seiner Zeit.

Das Buch wird am Donnerstag, den 21. Oktober um 20.00 von Prof. Stefan Wild am ZMO in Berlin vorgestellt. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 5. Oktober 2004 an: zmo@rz.hu-berlin.de

Weitere Informationen:
Dr. Sonja Hegasy, Zentrum Moderner Orient, Kirchweg 33, 14129 Berlin, Telefon: 030/80307-223
eMail sonja.hegasy@rz.hu-berlin.de

KURZINFO
Das Zentrum Moderner Orient (ZMO) ist die einzige Forschungseinrichtung Deutschlands, die sich interdisziplinär und in historisch-vergleichender Perspektive mit dem Nahen Osten, Afrika, Sued- und Suedostasien befasst. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Interaktion ueberwiegend islamisch gepraegter Gesellschaften sowie deren Beziehungen mit den nicht-islamischen Nachbarregionen.

Der Text ist selbstverstaendlich frei zum Abdruck. Es gibt eine Auswahl von Fotos, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Ueber ein Belegexemplar/-link freuen wir uns sehr.

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