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Symposium "Sichere Telemedizin" am Donnerstag und Freitag live im Internet

11.11.2002 - (idw) Institut für Telematik e.V.

Trier. Sein Symposium zur Sicherheit in der Telemedizin, also beim elektronischen Austausch von Gesundheitsdaten über große Entfernungen hinweg, wird das Trierer Institut für Telematik e.V. am 14. und 15. November auch im World Wide Web übertragen. Wie das Forschungs- und Entwicklungszentrum fürs Internet mitteilte, können die rund 20 Vorträge und Diskussionen live unter www.ti.fhg.de oder www.tele-task.de mitverfolgt oder zu einem späteren Zeitpunkt von dort heruntergeladen werden.

Wie Institutsdirektor Professor Christoph Meinel (48) mitteilte, hat Gesundheitsministerin Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) die Schirmherrschaft über die Veranstaltung in Trier übernommen. Das Ministerium wird auf dem Symposium über eine soeben abgeschlossene Studie zur Lage der Telemedizin im Lande informieren. Wie die schnelle Übermittlung von Röntgenbildern übers Internet Neurochirurgen bei der akuten Schlaganfall-Behandlung unterstützt, wird Professor Klaus Lowitzsch vom Klinikum Ludwigshafen auf dem Trierer Symposium darstellen. Es ist das neunte dieser Art und soll nicht nur ein Forum der Information für Experten aus Medizin, Telekommunikation und Informatik sein, sondern auch für jeden, der ganz allgemein am elektronischen Aus-tausch von Gesundheitsdaten über offene Netze interessiert ist.

Prof. Meinel: "Ein aktuelles Thema, das wir beim Trierer Symposium behandeln werden, ist auch, wie sehr sich Patienten auf die Sicherheit von medizinischen Informationen in Gesundheitsportalen des Internets verlassen können. Ferner schauen wir nach Japan, wo man bereits gute Erfahrungen mit der mobilen elektronischen Patientenakte gemacht hat." Weitere Themen des Trierer Tagungsprogramms, das auch im Internet (www.ti.fhg.de/trierer_symposien/sichere_telemedizin/index.html) veröffentlicht ist: Das elektronische Rezept, intelligente Chipkarten als sichere Ausweise für medizinisches Personal, Missbrauchsmöglichkeiten beim digitalen Datenaustausch im Gesundheitswesen, Telechirurgie im Operationssaal der Zukunft und die Perspektiven der Telemedizin in Luft- und Raumfahrt.

Ob eine neuartige Technik funkender Patienten-Sensoren die gesuchte "Killerapplikation" für den neuen Mobilfunkstandard UMTS sein kann, soll auf dem Trierer Symposium ebenfalls erörtert werden. Bei dem sogenannten "Body Area Network" messen winzige Sensoren Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur und Blutzuckergehalt und funken die gesammelten Daten mit minimalster Sendeleistung an ein kleines Gürtelkästchen. Von dort aus werden die Daten wie bei einem schnurlosen Telefon an eine Basisstation gefunkt, von der aus sie über Telefonleitung zum behandelnden Arzt übermittelt werden. "Der bisherige Kabelsalat weicht dann also einer Datenaura, nicht nur auf der Intensivstation, sondern auch im Heimbereich", prognostiziert Prof. Meinel.

Entscheider aus Ärzte- und Apothekerschaft, Pflegeberufen, Rettungsdiensten, Verwaltungen, Krankenversicherungen, Interessensverbänden, Wirtschaft und Politik sind die Zielgruppe des Symposiums. Neben der Darstellung und Diskussion von Chancen und Risiken der Telemedizin gibt die Veranstaltung den Teilnehmern vor Ort auch reichlich Gelegenheit zu intensiven beruflichen, geschäftlichen und persönlichen Kontakten.
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