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Medaille der Universität für Suzanne Mubarak

05.10.2004 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Würdigung der Gattin des ägyptischen Präsidenten für vielfältiges Engagement für die Bildung

FRANKFURT. Die Förderung der Bildung und das Schaffen von Grundlagen, die Bildung erst möglich machen, sind das Anliegen Ihrer Exzellenz, Frau Suzanne Mubarak, Gattin des ägyptischen Präsidenten. Dafür zeichnete die Universität Frankfurt sie jetzt mit der Verleihung der Medaille der Universität aus.

Präsident Prof. Rudolf Steinberg würdigte sie als "Vorkämpferin für die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Frauen." Die Universität ehre mit Suzanne Mubarak eine ausgewiesene und bedeutende Förderin der Bildung. Steinberg: "Wir sind stolz, sie mit unserer Universität verbunden zu wissen." Die Verleihung fand heute im Kaisersaal des Römer im Anschluss an den Eintrag ins 'Goldene Buch' der Stadt statt.

In vielfältiger und außerordentlicher Weise engagiert sich die 'First Lady' Ägyptens für die Bildung, insbesondere der Frauen und Mädchen, sowie für die Menschenrechte und die Reform der Hochschulen. Die Integration behinderter Kinder fördert sie in gleichem Maße wie die Gleichstellung der arabischen Frau.

Ihr Engagement gelte der Bekämpfung des Analphabetismus ebenso wie der Umgestaltung und Öffnung der Hochschulen. Mit ihrem Projekt 'Lesen für Alle' sorge sie für die Herausgabe von Büchern, die sich auch ägyptische Familien mit niedrigem Einkommen leisten können. Ihr Motto: 'Jede Familie besitzt mindestens ein Buch'.

Durch den Ausbau der öffentlichen Bibliotheken und den Nationalen Kinderschreib- und -lesewettbewerben schafft Frau Mubarak Bildungschancen für alle Schichten der ägyptischen Bevölkerung. Überdies hat sie die Einrichtung der Deutschen Universität in Kairo (GUC) nachhaltig unterstützt und gefördert.

Suzanne Mubarak, geboren in Menya (Ägypten), studierte an der Amerikanischen Universität in Kairo, wo sie mit einem Bachelor in Political Science und 1982 mit einem Master in Sociology of Education abschloss. Frühzeitig hat sie die Möglichkeiten von Kommunikation und Bildung für eine positive Veränderung der Gesellschaft erkannt und für ihr Engagement für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen genutzt.

Suzanne Mubarak ist Gründerin und Präsidentin des EBBY, des Egyptian Chapter of International Board on Books for Young People (IBBY). Sie richtete portable Bibliotheken ein und veröffentlichte preisgünstige Bücher für Kinder und Erwachsene. Außerdem ist sie Beirat des 'National Council for Motherhood and Childhood' in Ägypten. Die Einrichtung setzt sich unter anderem für die Stärkung der Rolle der Frau und die Verbesserung ihrer Stellung in der Gesellschaft ein. Überdies unterstützt Suzanne Mubarak zahlreiche Gesundheitsinitiativen für Mütter und Kinder. Bereits 1977 gründete Suzanne Mubarak die 'Integrated Care Societies' als non-profit Hilfsorganisationen, die in ägyptischen Gemeinden soziale und kulturelle Projekte sowie die Gesundheitsvorsorge unterstützen.

Das breite Engagement von Suzanne Mubarak wurde bereits mehrfach mit der Verleihung internationaler Auszeichnungen gewürdigt, darunter der 'Health for All Gold Medal' der Weltgesundheitsorganisation, dem 'International Tolerance Prize' der European Academy for Arts and Sciences, dem 'Honorary Fulbright Award' für ihren Einsatz für Bildung. 2003 erhielt sie die Ehrenmedaille der Freien Universität Berlin.

Derzeit plant sie den Bau eines Kinderkrebsforschungszentrums in Kairo.

Kontakt: Ingrid Rudolph, Persönliche Referentin des Präsidenten; Tel.: 069 / 798 22918; Fax: 069 / 798 28793; E-Mail: rudolph@pvw.uni-frankfurt.de
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