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FH Bochum ebnet mit "Schülerstudium" Weg von der Schule in die Hochschule

06.10.2004 - (idw) Fachhochschule Bochum

Ein Kooperationsvertrag soll die Zusammenarbeit der FH Bochum mit dem Recklinghäuser Berufskolleg Kemnastraße regeln. Sie hat eine neue Qualität, die auch über das gängige Konzept der Schüler-Uni hinausgeht: Nicht nur anrechenbare Hochschulklausuren gehören zum Angebot, die Lerninhalte im Fach Mathematik werden sogar aufeinander abgestimmt.

Ein großer und nicht selten schwerer und steiler Schritt ist der Weg von Schülerinnen und Schülern zu Studierenden. Nicht selten wird im Studium Stoff vorausgesetzt, der in der Schule nicht oder auf geringerem Niveau unterrichtet wurde und das Nacharbeiten des Studienstoffs erfordert ungleich mehr Zeit und Disziplin. Die FH Bochum möchte darum den Übergang von der Schule zur Hochschule so frei von Hindernissen als irgend möglich gestalten. Ein neues Instrument, dieses Ziel zu erreichen soll das "Schülerstudium" sein. Am 08. Oktober 2004 um 10 Uhr unterzeichnen die Hochschule und das Berufskolleg Kemnastraße in Recklinghausen eine Kooperationsvereinbarung.
Sie wird damit geeigneten Schülerinnen und Schülern in der 13. Jahrgangsstufe die Möglichkeit geben, mit dem "Schülerstudium" - wie in den gängigen Konzepten der Schüler-Uni - bereits vor Antritt eines Studiums an regulären Lehrveranstaltungen der Hochschule teilzunehmen und sich die Studien- und Prüfungsleistungen in einem späteren Studium anrechnen zu lassen. Darüber hinaus möchten das Berufskolleg und die FH Bochum durch inhaltliche Absprachen insbesondere über den Lernstoff in Mathematik aber auch in Informatik und Elektrotechnik bereits vor dem Ende der Berufsschulausbildung das Wissensniveau des ersten Hochschulsemesters erreichen. So könnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schülerstudiums sogar ohne regelmäßigen Besuch der Vorlesungen die vorgesehenen Klausuren zum Ende des ersten Semesters mitschreiben.

Bereits in der 12. Jahrgangsstufe haben Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, praxisorientierte 4-wöchige Berufspraktika in Laboren der Hochschule zu machen und auch in der 14. Jahrgangsstufe werden sie in einem 9-wöchigen Praktikum qualifiziert betreut und können dann sogar in laufenden Projekten der FH mitarbeiten.

"Diese intensive Zusammenarbeit wurde möglich, weil sich Angehörige des Fachbereichs Elektrotechnik der Fachhochschule ebenso wie die Lehrer des Berufskollegs persönlich intensiv in der Zusammenarbeit engagieren", stellt Dr. Christoph Fredebeul vom Berufskolleg fest. So ist nach dem Urteil von Mathematik-Professor Dr. Michael Knorrenschild bereits heute das Leistungsniveau einiger Berufskolleg-Schüler so hoch, dass sie mit den Studierenden der FH Bochum gut mithalten können. "Das ist insbesondere in Zeiten, in denen alle Fachhochschulen und Universitäten um das Matheniveau ihrer Erstsemester-Studierenden zu kämpfen haben, um so bemerkens- und förderungswerter!" unterstreicht Prof. Dr. Knorrenschild, der auch Vorsitzender des Arbeitskreises "Ingenieurmathematik", eines Verbundes von engagierten Mathematik-Professoren an Nordrhein-Westfälischen Fachhochschulen, ist. Weitere Informationen unter: www.fh-bochum.de/schuelerstudium/
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