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Werkstättentag 2004

06.10.2004 - (idw) Institut für Technologie und Arbeit (ITA)

Unter dem Motto: "Unsere Werkstätten. Bildung. Förderung. Zukunft für alle" stand der diesjährige Bundeskongress der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), der Mitte September mit mehr als 1500 Teilnehmern in Erfurt stattfand. Thematischer Schwerpunkt des von der Bundesarbeitsgemeinschaft der WfbM (BAG) veranstalteten Werkstättentages war neben der Teilhabe behinderter Mitarbeiter am Arbeitsleben insbesondere die Zukunftsgestaltung dieser Einrichtungen.
Im Hauptreferat, "Die Zukunft der Werkstätten - Werkstätten mit Zukunft", skizzierte Prof. Dr. Klaus J. Zink vom Institut für Technologie und Arbeit der TU Kaiserslautern zunächst wesentliche und sich verändernde ökonomische, politische und demo-grafische Rahmenbedingungen, welche die zukünftige Entwicklung der WfbM beeinflussen werden. Dabei verdeutlichte er die möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Aufgaben und Gestaltungsspielräume der Werkstätten. Als potenzielle Reaktionsmöglichkeiten zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen umriss Prof. Dr. Zink verschiedene Optionen, die den WfbM als Handlungsalternativen prinzipiell offen stehen. Diese reichen von einer Weiterentwicklung unter derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen bis zur Neudefinition der Werkstätten mit dann auch entsprechend anzupassenden rechtlichen Vorgaben. Dies könnte z.B. bedeuten, die Werkstätten auch für andere Zielgruppen zu öffnen, deren Zugang zum Arbeitsmarkt "behindert" ist. Die zukünftige Rolle der Einrichtungen könnte daher als Knoten in einem Netzwerk unterschiedlicher Beschäftigungsplattformen oder als Kompetenzzentrum für angepasste oder alternative Arbeit verstanden werden. In seinem Fazit betonte Prof. Dr. Zink die Notwendigkeit der Vorbereitung der Werkstätten auf diesen tief greifenden Wandel.
Teilnehmer des Bundeskongresses, dessen Schirmherrschaft der Thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus trug, waren in erster Linie Werkstattleitungen und Fachkräfte.

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