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Wechsel an der Spitze der TSB

07.10.2004 - (idw) TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin

Am 5. Oktober hat der Berliner Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Dr. Bruno Broich, den neuen Hauptamtlichen Vorstand der TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, der Öffentlichkeit vorgestellt. Dr. Broich übernimmt die Aufgaben von Prof. Dr.-Ing. Hanns-Jürgen Lichtfuß, der nach mehr als sechs Jahren aus Altersgründen ausscheidet.

Senator Harald Wolf: "Durch seinen bisherigen beruflichen Werdegang ist Dr. Broich auf seine neue Aufgabe gut vorbereitet. Netzwerke zu initiieren und zu koordinieren, die wissenschaftliche Erkenntnisse zu Innovationen entwickeln und Impulse für Berlin bringen, ist eine wichtige Aufgabe, die die TSB in den zurückliegenden Jahren bereits sehr erfolgreich betrieben hat. Dies ist das Verdienst von Professor Lichtfuß, der die TSB seit 1998 geleitet hatte. Unter seiner Führung ist die TSB eine wichtige Anlaufstelle für innovationspolitische Fragestellungen in Berlin geworden und betreut eine wichtige Zukunftsaufgabe. Ich danke Herrn Professor Lichtfuß für sein Engagement und wünsche Dr. Broich für seine Arbeit alles Gute sowie das berühmte Quentchen Glück, das bekanntlich mit dem Tüchtigen ist."


Dr. Bruno Broich, Jahrgang 1949, begann seine Berufslaufbahn nach einem Physikstudium, das er mit der Promotion abschloss, als Projektleiter in der Zentralen Forschung und Entwicklung bei der Bayer AG, Leverkusen. Es folgten verschiedene Führungsaufgaben bei der ABB Asea Brown Boveri im schweizerischen Baden, wo er zuletzt als Senior Vice President Marketing arbeitete. 1991 wechselte er zur VIAG AG und deren Konzerngesellschaft VAW aluminium AG in Bonn. Hier war er unter anderem als Leiter der Konzernforschung tätig. Seit 2002 ist Dr. Broich freier Unternehmensberater für Innovations- und Technologiemanagement. Zusammen mit acht Professoren der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) hat er einen Verein zur Förderung der aluminiumbezogenen Forschung und Entwicklung gegründet.

Die langjährigen industriellen Führungserfahrungen in drei internationalen Konzernen werden ergänzt um reichhaltige institutionelle und politische Erfahrungen, die Dr. Broich bei seiner aktiven Mitarbeit in zahlreichen Verbänden und Gremien gewonnen hat. Er verfügt über eine breite Branchenerfahrung von der Chemie-, Elektronik- und Automobilindustrie bis zur Um-welt- und Telekommunikation. Auf seine neue Aufgabe freut er sich: "Forschung und Entwicklung auf ihrem Weg in die Anwendung zu begleiten, bedeutet immer, ein Stück Zukunft zu sichern. Berlin mit seinen Potenzialen ist für mich deshalb ein spannendes neues Betätigungs-feld. Ich möchte dazu beitragen, dass aus den bestehenden Potenzialen Perspektiven werden."

Dr. Bruno Broich löst Prof. Dr.-Ing. Hanns Jürgen Lichtfuß ab, der im März 1998 zur TSB gekommen war. In seiner Amtszeit wurde unter anderem die Konzentration auf die Technologiefelder Biotechnologie, Medizintechnik, Verkehrssystemtechnik und Kommunikations- und Informationstechnologie beschlossen, die zu internationalen Kompetenzzentren ausgebaut werden sollen. Die sogenannte Kompetenzzentrenstrategie ist heute allgemein anerkannter Bestandteil der Berliner Innovationspolitik.

Auch der Ausbau der TSB-Initiativen BioTOP, Forschungs- und Anwendungsverbund Verkehrssystemtechnik Berlin (FAV) und TimeKontor sowie die Bildung von TSBmedici, die auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Technologiefelder ausgerichtet sind und die wis-senschaftlichen Einrichtungen mit der Wirtschaft der Region vernetzen sowie Leuchtturmprojekte erfolgreich initiieren und koordinieren, gehen auf ihn zurück. So konnten bedeutende Innovationsvorhaben wie der European Driver´s Desk (EUDD), der einen einheitlichen Lokomotivführerstand für die europäische Bahn entwickelt hat, nach Berlin geholt und hier erfolgreich durchgeführt werden.

Professor Lichtfuß: "Die Stärke Berlins liegt in einer vielfältigen, in Deutschland einzigartigen Wissenschaftslandschaft. Die Arbeit der zurückliegenden Jahre hat gezeigt, dass in den Laboren der Stadt Erkenntnisse gewonnen werden, die der Stadt wichtige Impulse geben können. Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft ist eine zukunftsträchtige Aufgabe, die mir viel Spaß gemacht. Ich freue mich, dass ich mit Herrn Dr. Broich einen Nachfolger habe, der diese Arbeit mit neuem Elan fortsetzen wird."

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