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Mit fünf Sinnen die ibero-amerikanische Kultur genießen

27.10.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Romanisten der Universität Jena veranstalten vom 27.10.-16.12. den 4. Kulturherbst "Cinco sentidos"

Jena (27.10.04) Es ist lange her, dass sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die kleinen Länder Zentral- und Mittelamerikas richtete. Damals war Deutschland noch geteilt und die Blöcke der Supermächte meinten sich Stellvertretergefechte in einer Region liefern zu müssen, die - sieht man von Costa Rica ab - seit Jahrzehnten durch politische Instabilität, wirtschaftliche Abhängigkeit, immer wiederkehrende Repression und starke soziale Ungleichheit gekennzeichnet war. Das Ende der Ost-West-Konfrontation beendete das Kapitel der gewaltsamen Auseinandersetzungen größerer Dimension, ließ aber zugleich Länder wie Nicaragua, Guatemala oder El Salvador nur noch selten in den Schlagzeilen erscheinen. Einiges hat sich geändert, viele grundsätzliche Probleme sind jedoch geblieben.

Die Städtepartnerschaft Jena-San Marcos gehört zu den selten gewordenen Initiativen, die sich aktiv um Informationsarbeit hierzulande und um konkrete Unterstützung im Sozial- und Bildungsbereich Nicaraguas bemüht. Den steinigen Weg, den Mittelamerika seit Anfang der 90er Jahre beschreiten muss, zeigt eine Ausstellung im Rahmen des 4. iberisch-lateinamerikanischen Kulturherbstes "Cinco sentidos" in Jena. Organisiert vom Institut für Romanistik der Universität Jena, dem Eine-Welt-Haus Jena e. V. und dem Iberoaméricana e. V. werden vom 27. Oktober bis zum 16. Dezember zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Kulturkreis stattfinden.

Mit der sozialen Frage, den gesellschaftlichen Verwerfungen, aber auch positiven Entwicklungen in den Ländern portugiesischer und spanischer Sprache beschäftigen sich ebenso - wenngleich nicht ausschließlich - die übrigen Programmpunkte des diesjährigen Kulturherbstes. Von Chiles großem Dichter Pablo Neruda bis hin zu jungen brasilianischen Filmemachern reicht der Bogen der Künstler, die sich mit Aspekten der gesellschaftlichen Realität auseinandersetzen. Dass so künstlerisch hochinteressante Ergebnisse herauskommen, beweist einmal mehr die ungeheure kulturelle Lebendigkeit jenseits der Pyrenäen und des Atlantischen Ozeans. In den diesjährigen Kino-, Literatur- und Musik-Höhepunkten ebenso wie in der Ausstellung und dem kulinarisch-festlichen Rahmenprogramm verstecken sich also manche Überraschungen für die "Cinco sentidos" - die fünf Sinne in den fünf Richtungen!

Das Programm ist unter http://www.romanistik.uni-jena.de/cinco_sentidos/cinco.html im Internet einsehbar.
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