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Die Rolle des Körpers bei der Wissensbildung

27.10.2004 - (idw) Universität Leipzig

''Körper/Wissen. Strategien der Evidenz jenseits überkommener Erkenntnisbegriffe'' ist das Thema einer Tagung am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig am 12. und 13. November 2004.

Den Ausgangspunkt beschreiben die Veranstalter - das Tanzarchiv Leipzig e.V. mit dem Forschungsschwerpunkt ''Wissenskulturen im Umbruch'' und das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig - wie folgt: Wir befinden uns heute im Prozess einer grundlegenden Umstrukturierung von Wissenskulturen. Dabei werden aus dem 19. Jahrhundert überkommene und bis heute weitgehend gültige Aufteilungen - etwa die Trennung zwischen (empirischen) Natur- und (spekulativen) Geisteswissenschaften und ihren spezifischen Formen der Evidenzbildung, aber auch die Trennung zwischen Künsten und Wissenschaften - brüchig. Es gilt, andere Modelle von Wissen und den Strategien seiner Vermittlung zu entwerfen. Dabei sind vor allem die Konzepte von Sichtbarkeit, Darstellung und auch von Evidenz selbst neu zu verhandeln.

Auf der Konferenz sollen Überlegungen zu einer solchen Vernetzung vermeintlich unterschiedlicher Bereiche der Wissensbildung entwickelt werden. Dabei wird nach der Rolle des Körpers und der Emotionen für die Konstruktion von Erkenntnisinteressen und methodischem Vorgehen ebenso gefragt wie nach Affinitäten zwischen künstlerischen, geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Denk- und Forschungsstrategien. Demgemäß wird die Konferenz Referenten unterschiedlicher wissenspraktischer und auch künstlerischer Gebiete einladen, die an Schnittstellen zwischen Körpersystemen und Wissensformen arbeiten, an Erkenntnisweisen, die das Leibliche berücksichtigen und die Wissensbildung und körperliche/sinnliche Erfahrung als Zusammenhang begreifen.

Dieser transdisziplinäre Zugriff spannt einen Bogen von Folklore und Museologie über Tanzanalyse, Philosophie und choreographische Visualisierungstechniken bis zu Japanologie und Kunstgeschichte. Insgesamt werden zehn Vorträge auf der öffentlichen Tagung zur Diskussion gestellt. Dazu sind eingeladen:

Inge Baxmann (Theater- und Kulturwissenschaft, Universität Leipzig und Tanzarchiv Leipzig e.V.),
Franz Anton Cramer (Publizistik und Tanzwissenschaft, Berlin und Tanzarchiv Leipzig e.V.),
Dieter Daniels (Kunstgeschichte und Medientheorie, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig),
Mechthild Fend (Kunstgeschichte, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin),
Nina Gorgus (Museologie, Bonn und Universität Jena),
Steffi Richter (Japanologie, Universität Leipzig),
Max Schochow (Germanistik/Politologie, Universität Leipzig),
Janine Schulze (Tanz- und Filmwissenschaft, Tanzarchiv Leipzig e.V.),
Christoph Winkler (Choreograph, Berlin),
Heinz Dieter Kittsteiner (Philosophie/Geschichte, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder).



Weitere Informationen:
Dr. Franz Anton Cramer
Telefon: 0341 99 54 416
E-Mail: cramer@tanzarchiv-leipzig.org
www.tanzarchiv-leipzig.de
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