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Sieben Tage, die Europas Geschichte formten

27.10.2004 - (idw) Universität Augsburg

Historische Ringvorlesung an der Universität Augsburg im Wintersemester 2004/05 ---


Zu den an der Universität Augsburg seit Jahren etablierten kulturwissenschaftlichen Vortragsreihen - wie etwa der Ringvorlesung "Große Werke der Literatur" bzw. "Theorien der Literatur" oder dem "Altertumswissenschaftlichen Kolloquium" - tritt in diesem Wintersemester eine weitere Reihe hinzu, die auf das Potenzial eines - allem "aggressiven Ökonomismus und Antiintellektualismus der Gegenwart" (Andreas Wirsching*) zum Trotz - nach wie vor reflexionswilligen und -fähigen Publikums setzt: Mit einem Vortrag des Althistorikers Prof. Dr. Gregor Weber über den Tag, an dem Troja fiel, startet am 3. November als die erste "Augsburger Historische Ringvorlesung" die siebenteilige Vortragsserie "Sieben Tage, die Europas Geschichte formten".


WELCHE ERFAHRUNGEN GEHÖREN ZU EINER EUROPÄISCHEN GESCHICHTE?

"Die Identität Europas wird in hohem Maße durch seine Geschichte geprägt", schreibt Prof. Dr. Martin Kaufhold in seinem Exposé zu dieser Vortragsreihe: "Es ist eine lange und spannungsreiche Geschichte, voller Konflikte zwischen Völkern, Ständen und Nationen. Doch diese historische Erfahrung hat die Europäer gelehrt, die Voraussetzungen für eine stabile Friedensordnung realistisch zu beurteilen. In der Diskussion über den Charakter und über die Grenzen des modernen Europa spielt die gemeinsame Geschichte eine wichtige Rolle. Welche Erfahrungen gehören zu einer europäischen Geschichte?"

VON FALL TROJAS BIS ZUM FALL DER MAUER

Die Historiker der Universität Augsburg wagen eine Antwort auf diese Frage, indem sie in einer Ringvorlesung sieben Ereignisse von der Antike bis zum Mauerfall vorstellen, die den realen Gang der europäischen Geschichte nachhaltig prägten. Es ist eine Prägung durch die historischen Folgewirkungen und es ist eine Prägung durch den Mythos, der diese Ereignisse in der historischen Erinnerung umgibt.

Die Ringvorlesung wird sieben als prägend ausgewählte historische Ereignisse und ihre Bedeutung für die europäische Identität vorstellen. Dabei richten sich diese Vorträge nicht in erster Linie an Fachhistoriker, sondern ganz gezielt an ein breites Publikum.

JEWEILS MITTWOCHS AB 18.00 UHR

Alle Interessierten, die Informationen, Anregungen und Stoff für weitere Diskussionen suchen, sind herzlich zu den Vorlesungen und anschließenden Diskussionen eingeladen. Die Veranstaltungen beginnen jeweils mittwochs um 18.00 Uhr im Hörsaal III des großen Hörsaalzentrums, Universitätsstraße 10. Der Eintritt ist frei.

DAS PROGRAMM

* 3. November 2004
Der Tag an dem Troja fiel. Troja, Homer, Schliemann und die Konstruktion eines europäischen Mythos - Prof. Dr. Gregor Weber, Lehrstuhl für Alte Geschichte

* 17. November 2004
312. Konstantin siegt an der Milvischen Brücke. Europas Weg zum Christentum - Dr. Steffen Diefenbach, Alte Geschichte

* 1. Dezember 2004
1348. Die Pest in Europa. Krisenerfahrung und regionale Reaktionen - Prof. Dr. Rolf Kießling, Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte

* 8. Dezember 2004
Weihnachten 800. Die Kaiserkrönung Karls des Großen. Die Emanzipation des Westens und der Mythos der europäischen Einheit - Prof. Dr. Martin Kaufhold, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte

* 15. Dezember 2004
24. Oktober 1648. Die Errichtung des Westfälischen Friedens. Der frühneuzeitliche Bauplan für das Europa der Gegenwart - Prof. Dr. Johannes Burkhardt, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

* 19. Januar 2005
14. Juli 1789. Der Sturm auf die Bastille. Die Französische Revolution und Europas Aufbruch in die Moderne - Priv.-Doz. Dr. Günther Kronenbitter, Neuere und Neueste Geschichte

* 2. Februar 2005
Der 9. November 1989: Die Rückkehr Europas - Prof. Dr. Andreas Wirsching, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte
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KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN:
Prof. Dr. Martin Kaufhold
Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-
martin.kaufhold@phil.uni-augsburg.de
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*) VORMERKEN! Zum Thema "Ökonomischer Strukturwandel und kultureller Deutungsanspruch. Zur Ideologiekritik der 'Wissensgesellschaft'" wird Prof. Dr. Andreas Wirsching, Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte, auch bei der diesjährigen Promotionsfeier der Universität Augsburg den Festvortrag halten (Freitag, 12. November 2004, 14.00 Uhr, Juristische Fakultät, Universitätsstraße 24, HS 1001).

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ALLE RINGVORLESUNGEN IM WS 04/05 IM ÜBERBLICK:
http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2004/pm2004_146.shtml
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