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Symposium zu Blasenkrebs zeigt Wege zu mehr Lebensqualität

28.10.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Tagung am Jenaer Tumorzentrum thematisiert am 30. Oktober neben neuen Therapien auch Nachsorgekonzepte

(Jena) Harnblasenkrebs ist die zweithäufigste urologische Tumorerkrankung nach dem Prostatakrebs. Jährlich werden ca. 15.000 Menschen in Deutschland mit der Diagnose "bösartiger Tumor der Harnblase" konfrontiert. Betroffen sind überwiegend Männer zwischen 60 und 80 Jahren, bei denen diese Krebserkrankung dreimal häufiger auftritt als bei Frauen. Die meisten der Patienten leiden an oberflächlichen Harnblasentumoren, die an vielen verschiedenen Stellen der inneren Blasenschleimhaut wachsen.

Da mit etwa 80 Prozent die meisten Blasentumoren bereits in einem frühen Stadium entdeckt werden, sind die Überlebenschancen bei dieser Krebsart gut. Allerdings müssen die Betroffenen nach der Therapie oft mit wesentlichen Einschränkungen der Lebensqualität rechnen: Dauerhafte Heilung verspricht bisher nur die radikale Entfernung der Blase. Folgen dieses operativen Eingriffes sind oftmals Inkontinenz und das Leben mit einem künstlichen Blasenausgang.

Wie sich die Lebensqualität der Patienten nach erfolgreicher Blasenkrebsbehandlung durch bessere Nachsorge oder angepasste Operationsverfahren verbessern lässt, ist eines der Themen auf dem Symposium zu Harnblasenkarzinomen am 30. Oktober am Tumorzentrum des Universitätsklinikums Jena.

Über 200 Wissenschaftler, Kliniker und niedergelassene Ärzte aus ganz Deutschland werden zudem über neue, sanftere Ansätze der Chemo- und Strahlentherapie diskutieren. "Mit besonderem Interesse erwarten wir auf der Tagung den Zwischenbericht zu derzeit laufenden Studien zur Wirksamkeit neuer chemotherapeutischer Medikamente", erklärt Prof. Dr. Jörg Schubert, Direktor der Jenaer Uniklinik für Urologie und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums. Die derzeit in bundesweiten Studien - an denen auch das Jenaer Klinikum teilnimmt - geprüften neuen Zytostatika verursachen weniger Nebenwirkungen und sind so für die Patienten besser verträglich. Die Behandlung mit einer aggressiveren Chemotherapie ist die einzige Alternative zur Blasenentfernung bei Blasenkrebs - und sehr langwierig und nebenwirkungsreich. Entsprechend große Bedeutung kommt daher jetzt den Ergebnissen zur Wirksamkeit der neuen, sanfteren Medikamente zu.

(Helena Reinhardt)

Tumorzentrum am Universitätsklinikum Jena
Symposium zum Harnblasenkarzinom,
30. Oktober 2004, 9.30 bis 14.00 Uhr, Intershop-Tower, Jena

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jörg Schubert
Direktor der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 935206
E-Mail: joerg.schubert@med.uni-jena.de
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