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Wenn nachts der Atem stockt

13.11.2002 - (idw) Universitätsklinikum Benjamin Franklin

Interdisziplinäres Schlafzentrum am UKBF untersucht Dauerschäden durch unruhigen Schlaf

Schlaf-bezogene Atemstörungen wie nächtliche Atemaussetzer ("Schlaf-Apnoe-Syndrom") sind mehr als nur eine Befindlichkeitsstörung. Sie können auch weitergehende Folgen wie Tagesmüdigkeit, Bluthochdruck und Gefäß-Schäden haben. Experten schätzen, dass etwa fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung davon betroffen sind.

In den letzten Jahren hat die Forschung zu den Schlaf-bezogenen Atemstörungen deutliche Fortschritte hinsichtlich Ursachenklärung, Diagnostik und Therapie gemacht. "Weitere Forschungsanstrengungen sind jedoch notwendig, um differenzierte und effektive Behandlungsformen zu entwickeln", erklärt Professor Dr. med. Walter Zidek, Direktor der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Benjamin Franklin (UKBF) der Freien Universität Berlin.

Am jetzt eröffneten Interdisziplinären Schlafzentrum des UKBF werden diese Fragestellungen fachübergreifend untersucht. In ihm arbeiten die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Kieferchirurgie und Kieferorthopädie, die Neurologie, Psychiatrie, Gastroenterologie sowie Lungenheilkunde bei der Patientenversorgung und in der Forschung zusammen. Schlaf-bezogene Atemstörungen können sich durch Symptome auf verschiedenen Gebieten bemerkbar machen, weiterhin kommen auch neue Behandlungsansätze aus unterschiedlichen Disziplinen. Besonders die HNO-Heilkunde und die Kieferorthopädie haben in den letzten Jahren wichtige Beiträge für neue Behandlungsverfahren auf dem Gebiet der Schlafmedizin geliefert. "Eine Universitätsklinik wie das Universitätsklinikum Benjamin Franklin bietet die besten Voraussetzungen für die Erforschung von Schlafstörungen, da hier alle relevanten Disziplinen in einzigartiger Weise gebündelt sind", betont Prof. Zidek.

Grundlage für die Entwicklung der Schlafmedizin ist die Erkenntnis, dass vielfältige Gesundheitsprobleme ihre Ursache in Störungen des normalen Schlafablaufs haben. Die Schlafmedizin bietet die Möglichkeit, so unterschiedliche Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, mangelnde Leistungsfähigkeit, Bluthochdruck, Sodbrennen oder den Sekundenschlaf, der Ursache unerklärlicher Unfälle sein kann, festzustellen.

Kontakt:
Professor Dr. med. Walter Zidek
Direktor der Med. Klinik IV
Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
D-12200 Berlin
[t] 030 / 8445 - 2441
[f] 030 / 8445 - 4235
[m] zidek@ukbf.fu-berlin.de

Pressekontakt:
Externe Pressestelle des UKBF
c/o wbpr Public Relations GmbH
Katrin Pommer/Benjamin Stengl
[t] 030 - 28 87 61 14
[f] 030 - 28 87 61 11
[m] katrin.pommer@wbpr.de

Manfred Ronzheimer: [t] 030 - 85 99 98 43
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