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45.000 Besucher bei den 4. Münchner Wissenschaftstagen

28.10.2004 - (idw) Verband Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V.

Abschluss-Presseinformation zu den
Münchner Wissenschaftstagen "Leben und Technik"
im Jahr der Technik 2004 22. - 26. Oktober


Marktstand zum Thema "Photonik".
Die "Raumnacht" in der Aula der LMU. Zur Betrachtung der 3D-Bilder aus dem Inneren der Internationalen Raumstation trugen die Zuschauer entsprechende Brillen. Forscher präsentieren "Leben und Technik"

Ein Rückblick auf die 4. Münchner Wissenschaftstage

Die Resonanz der 4. Münchner Wissenschaftstage im "Jahr der Technik" war beachtlich. Über 45.000 Besucher nahmen das vielfältige Angebot wahr, das mehr als 2.000 engagierte Wissenschaftler und Ingenieure vorbereitet und mit Präsentationen ihrer Forschungen und des Stands der Technik auf ihren Gebieten realisiert hatten. Im Zentrum standen die Einzelgespräche an den anschaulich gestalteten "Marktständen der Wissenschaft und Technik" auf den Flächen der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie reichten von der Raumfahrt bis zur Biotechnologie, von der Energie und Lichttechnik bis zu Medizintechnik, Landwirtschaft und Ernährung. Überall waren die unabdingbaren Leistungen der Informations- und Kommunikationstechnik zu erkennen.

Großes Interesse und rege Diskussion fanden die didaktisch vorbildlich aufgebauten Vorträge im Audimax. Unterlagen zu den Vorträgen und zu den Markständen werden ab Dezember auf der Homepage www.muenchner-wissenschaftstage.de abrufbar sein.
Der Zulauf zum Kinderprogramm sowie zu den ersten Vorlesungen der KinderUni an der LMU über unseren Körper und über Science-Fiction war überwältigend. Am Samstag strömten Familien mit Kindern zur Uni und blieben schon beim Anmarsch am ADAC-Rettungshubschrauber und bei der robotergeführten Marionette der "Augsburger Puppenkiste" hängen. Am Montag und Dienstag sah man überall Gruppen von Schülerinnen und Schülern die mit ihren Lehrkräften mit der U-Bahn und zum Teil mit Bussen aus ganz Bayern angereist waren.

Reger Betrieb und beste Betreuung herrschte an den Tagen der offenen Tür insbesondere an den Kliniken der LMU in der Innenstadt und in Großhadern aber auch an der Fachhochschule München. Rasch ausgebucht waren die weiteren Attraktionen in München wie das Forschungs- und Innovationszentrum von BMW, das Druckzentrum der SZ und das Kraftwerk Nord.
Großes Interesse fand der "Nanotruck" des BMBF, der an drei Standorten 9000 Besucher zählte.
Auch das Umfeld war gut besucht. Im Campus Garching der Technischen Universität konzentrierte sich das Interesse am Tag der offenen Tür auf den Forschungsreaktor. Ausgebucht waren die Angebote von den Biotechnologiestandorten Martinsried und Penzberg, von den Raumfahrtzentren Ottobrunn und Oberpfaffenhofen. Dort im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wurden allein 8.000 Besucher gezählt.

Glanzlichter waren die für jedermann offenen Festveranstaltungen in der Aula der LMU zum Auftakt und Abschluss, die vom Leiter der Münchner Wissenschaftstage Karl Daumer mit Hightech-Präsentationen, Kunst und Zauberei spannend und informativ moderiert wurden. Auf den Podien diskutierten die Minister Thomas Goppel und Otto Wiesheu mit den Repräsentanten der Münchner Hochschulen, mit Rektor Bernd Huber, LMU, Vizepräsident Rudolf Schilling, TUM, und der Präsidentin der FH München, Marion Schick, sowie Mitgliedern des Zentralvorstands der Siemens AG Thomas Ganswindt und Erich Reinhardt.
Im Siemens Forum "Horizons2020" am Sonntagabend ging es in Vorträgen und einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion mit Edward Krubasik, Mitglied des Zentralvorstands, Gesine Schwan, u.a., in zwei konträren Szenarien um die Fragen, was uns in den nächsten 15 Jahren erwartet. Jeremy Rifkin betonte in seinem Referat die Stärken Deutschlands im Vergleich zu den USA - eine für unsere nicht gerade von Selbstüberschätzung geprägte Stimmung im Lande interessante Aussenansicht.

Das Max-Planck-Forum am Montagabend mit Präsident Peter Gruss, Präsident Hans Jörg Bullinger der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrates Max Einhäupl thematisierte die Schritte von der Grundlagenforschung zur Innovation und forderte Verbesserungen zu rascherer Umsetzung ein.

Absolutes Highlight für 1.000 Besucher war die "Raumnacht", die aus der vollbesetzten Aula der LMU auch in den Lichthof übertragen wurde. Faszinierende Bilder unseres Heimatplaneten präsentierte multimedial der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Walter Kröll. Eindrucksvolle 3-D-Einblicke in die Internationale Raumstation erläuterte der Pressechef der Europäischen Raumfahrtagentur, Dieter Isakeit. Gespräche und Diskussionen mit Verantwortlichen von ESA, EADS und DLR, mit unseren Astronauten Ulf Merbold sowie Ulrich Walter und dem Philosophen Wilhelm Vossenkuhl verschafften ungeahnte Einblicke in das Leben in der Schwerelosigkeit, Argumente für und gegen bemannte Raumfahrt und Betrachtungen zur Evolution von Leben auf unserem - und anderen Planeten im Universum. Die letzten Besucher der von Florian Hildebrand, BR, moderierten Raumnacht sind um 3 Uhr früh gegangen.

Dennoch, so formulierte es der Projektleiter Karl Daumer bei der Abschussveranstaltung kritisch: "Wir sind in Deutschland auf den Höhenwegen in die Zukunft ins Rutschen gekommen und werden wohl etwas Ballast abwerfen und mit bescheidenerem Proviant mehr leisten müssen um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können". Doch bei den Münchner Wissenschaftstagen standen die Signale zum Aufbruch im Vordergrund.

Bilder, Vorträge, Materialien (Poster der Marktstände) in Kürze zu finden auf der Homepage der Münchner Wissenschaftstage des Verbandes deutscher Biologen:

www.muenchner-wissenschaftstage.de

Pressekontakt und weiteres Bildmaterial zur Berichterstattung:
Dr. Georg Kääb
vdbiol
Corneliusstr. 12
t. 089-260 245 75
f. 089 260 197 29
info@muenchner-wissenschaftstage.de
oder
info@vdbiol.de
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