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Augsburger DAAD-Preis 2004 für die Inderin Meeta Mansukhani

11.11.2004 - (idw) Universität Augsburg

Bei der Preisverleihung am 18. November spricht AvH-Generalsekretär Schütte über das Humboldt'sche Wissenschaftsideal und deutsche Hochschulen ---

"Sie ist eine außergewöhnlich präsente und kommunikative Persönlichkeit, die im intensiven interkulturellen Austausch mit ihrer Umwelt lebt und eine ernorme Bereicherung für die deutschen Studierenden und für ihre Gastkultur darstellt." So heißt es in einem der Gutachten, mit denen die Anglisten der Universität Augsburg ihren Vorschlag bekräftigen, die Inderin Meeta Mansukhani mit dem diesjährigen DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studentinnen und Studenten an deutschen Hochschulen 2004 zu ehren. Und nicht minder brisant als die Persönlichkeit der Preisträgerin interessant ist das "unzeitgemäße" Thema des Festvortrags, den der Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung zur feierlichen Preisverleihung am 18. November beisteuern wird: "Die Welt anschauen - Humboldt'sches Wissenschaftsideal und deutsche Hochschulen". Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) stellt den deutschen Hochschulen jährlich diesen Preis zur Verfügung, um mit ihm das persönliche Engagement einer ausländischen Studentin oder eines ausländischen Studenten der jeweiligen Hochschule zu würdigen, das signifikant über hervoragende Leistungen im Studium selbst hinausreicht. In Augsburg geht die Auszeichnung in diesem Jahr an die 1980 in Bombay geborene Meeta Mansukhani, die durch ihr herausragendes gesellschaftliches und interkulturelles Engagement nicht minder besticht als durch ihre überzeugenden Studienleistungen.

DIE PREISTRÄGERIN: MEETA MANSUKHANI

Seit Oktober 2002 studiert die Inderin an der Universität Augsburg die Fächer Anglistik, Amerikanistik und Deutsche Philologie. Aufgrund des von ihr bereits mitgebrachten breiten Fachwissens und ihres tiefgründigen Interesses an philologischen Fragestellungen wurde sie damals sofort zum Hauptstudium zugelssen. Zuvor hatte sie bereits den Bachelor of Arts in Englischer Literatur und Linguistik an der Gujarat University in Ahmedabad, Indien, mit summa cum laude abgeschlossen. Hilfreich bei der Aufnahme ihres sprachwissenschaftlichen Studiums in Deutschland war außerdem ihre Mehrsprachigkeit. Neben ihren Muttersprachen Englisch und Sindhi beherrscht sie fließend Deutsch, Hindi, Urdu und Gujarati; zudem hat sie solide Kenntnisse in Punjabi und Sanskrit. Das und ihre Herkunft aus einem nicht-westlichen Kulturkreis sind, so der Amerikanist Prof. Dr. Hubert Zapf, die Gründe für Mansukhanis "weit überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit", durch die sie ihren Kommilitonen "wichtige interkulturelle Einsichten" vermittle.

GESUCHTE GESPRÄCHSPARTNERIN INNER- UND AUßERHALB DER UNIVERSITÄT

"Neben ihren literaturwissenschaftlichen und literarischen Neigungen, sind es ihre kulturellen und politischen Interessen, die sie zu einer anregenden und gesuchten Gesprächspartnerin innerhalb und außerhalb der Universität machen", urteilt Prof. Dr. Wolfram Bublitz (Lehrstuhl für Englische Sprachwissenschaft). Aber auch die Tatsache, dass Meeta Mansukhani "von einem ausgesprochen heiteren, ausgeglichenen und liebenswürdigen Wesen ist", hält Bublitz für ausschlaggebend.

REICHE ERFAHRUNGEN MIT DEUTSCHER KULTUR UND SPRACHE

Seit Februar 2000 beteiligt sich die 24-Jährige regelmäßig an Aktivitäten der Deutsch-Indischen Gesellschaft SANGAM. Sie arbeitet weiterhin intensiv in der Redaktion der vom Sprachenzentrum der Universität Augsburg herausgegebenen englischsprachigen Zeitschrift eMAG mit - sowohl schreibend als auch als das für Pressekontakt und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Redaktionsmitglied. Auch an Projekten des Kinderhilfswerks UNICEF der Vereinten Nationen hat sie mehrfach mitgearbeitet, u. a. an dem Projekt "Environment and Ecology" für westindische Bundesländer. Mit Themen wie "Hinduismus" oder "Die Stellung der Frau in Indien" war sie mehrfach auch als Referentin im Religionsunterricht von Augsburger Schulen aktiv. Bereits bevor sie zum Studium nach Augsburg kam, hatte sie als Mitarbeiterin auf internationalen Messen, bei der indischen Botschaft und beim indischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt am Main reiche Erfahrungen mit der deutschen Kultur und Sprache gesammelt.

DICHTEN, TÖPFERN, MALEN UND V. A. TANZEN

Meeta Mansukhanis liebstes Hobby ist der Tanz - er darf bei aller Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit des Studiums und bei all ihren zahlreichen anderen Aktivitäten nicht zu kurz kommen! In Indien hat sie sich acht Jahre lang dem süd- und nordindischen klassischen Tanz gewidmet und sogar ein Volkstanzmusikstück für Schüler komponiert. Auch bei Tanzvorführungen zugunsten von UNICEF hat sie mitgewirkt. Und weil dies alles ihre Kreativität noch keineswegs erschöpft, schreibt sie (nicht nur für eMAG) Gedichte und Geschichten - sofern sie nicht gerade töpfert oder sich der Henna-Malerei widmet ...

PREISVERLEIHUNG MIT HUMBOLDT UND JAZZ VOM FEINSTEN

Dr. Sabine Tamm, der Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der Universität Augsburg, die mit der DAAD-Preisverleihung auch wieder die Ehrung ausländischer Absolventinnen und Absolventen verbindet, ist es einmal mehr gelungen, mit AvH-Generalsekretär Dr. Georg Schütte einen nicht nur prominenten, sondern dem Anlass auch angemessenen Festredner zu gewinnen. Schüttes Überlegungen zum Verhältnis deutscher Hochschulen zum Humboldt'schen Wissenschaftsideal lassen gerade in der aktuellen, primär finanznotmotivierten Hochschulreform- und -strukturdiskussion interessante Aspekte und Anregungen jenseits des Mainstreams erwarten.

Darüber hinaus lassen auch die Namen der "Gestalter" des sogenannten "musikalischen Rahmens" aufhorchen: Tim Allhof (Piano), Christian Stock (Kontrabass) und Walter Bittner (Drums) versprechen Jazz vom Feinsten. Die Gäste dürfen sich auf Stücke von Duke Ellington, Antonio Carlos Jobim und Viktor Young freuen - und auf den traditionellen Empfang für alle ausländischen Studierenden und Gastwissenschaftler/innen der Universität Augsburg, der im Anschluss an die Preisverleihung stattfindet.


AM 18. NOVEMBER AB 19.00 UHR IM GROßEN HÖRSAALZENTRUM

Die Veranstaltung, zu der die Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen sind, beginnt am 18. November um 19.00 Uhr im Hörsaal II des Großen Hörsaalzentrums, Universitätsstraße 10.
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KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN:
Dr. Sabine Tamm
Akademisches Auslandsamt der Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon: 0821/598-5135
sabine.tamm@aaa.uni-augsburg.de

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