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11.11.2004 - (idw) Hans-Böckler-Stiftung

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut in der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) und die Gewerkschaften beteiligen sich an einem internationalen Projekt zur kostenlosen Online-Auskunft über tatsächliche Einkommen in allen Branchen und Berufen. Was wird in meinem Beruf durchschnittlich verdient? Welche Bezahlung kann ich von meinem Arbeitgeber erwarten? Bald kann sich jeder darüber kostenlos im Internet informieren - unter www.lohnspiegel.de. Die Website ist Teil eines von der EU-Kommission geförderten Projekts, das in neun europäischen Ländern gestartet wird. Vorbild ist der erfolgreiche Auftritt von www.loonwijzer.nl in Holland.

Bevor aber Beschäftigte und sonst Interessierte im Internet erfahren können, wie viel in ihrer Branche und ihrem Beruf tatsächlich verdient wird, muss eine aussagekräftige Datenbasis geschaffen werden. Dazu sollten möglichst viele Beschäftigte Auskünfte über ihre Arbeit geben - natürlich anonym. Dafür wurde ein Fragebogen entwickelt, der seit Anfang November online auf der Seite www.lohnspiegel.de ausgefüllt werden kann. Wer mitmacht, kann Preise gewinnen. "Über 2.300 Fragebögen sind in den ersten Tagen bereits ausgefüllt worden, was für eine sehr gute Akzeptanz des Projektes bei den Beschäftigten spricht", so Dr. Reinhard Bispinck vom WSI.

Gefragt wird nach dem Entgelt, nach Arbeitsstunden, Wegezeit, Beschäftigungsverhältnis, Alter, Geschlecht, Familienstand, Ausbildung, Branche, Beruf und Tätigkeit. Auf diese Weise soll nach und nach eine aktuelle, transparente und verlässliche Informations-Quelle entstehen.

Eine wissenschaftliche Auswertung wird Antworten geben auf Fragen, ob Frauen gleich viel verdienen wie Männer, wie sich die Ausbildung auf den Beruf auswirkt oder wie viele Beschäftigte in den beteiligten Ländern von Tarifverträgen profitieren. In Deutschland wird www.lohnspiegel.de der erste Einkommens-Check im Internet sein, der alle Branchen umfasst und allen kostenlos zur Verfügung steht.

Das Vorhaben wird getragen vom DGB und seinen Gewerkschaften, wissenschaftlich begleitet vom WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung. An dem internationalen Projekt sind Forschungsinstitute und Gewerkschaften aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien beteiligt. Wissenschaftlich geleitet wird es vom Institute of Advanced Labour Studies der Universität Amsterdam.
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