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Neue Inkontinenz-Therapiekonzepte im Mittelpunkt

11.11.2004 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Urologie

Mehr als 120 urologische Belegärzte aus ganz Deutschland reisen nach Lüneburg zu ihrem jährlichen Treffen im Zeichen der Fortbildung und zur Aufarbeitung aktueller berufspolitischer Themen. Rund 5-7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Harninkontinenz. Welche neuen Erkenntnisse es bei der Diagnostik und Therapie - medikamentös oder operativ - gibt, ist das medizinische Schwerpunktthema bei den 8. Salzhäuser Gesprächen urologischer Belegärzte vom 19. bis 21. November 2004 im Hotel Bergström in Lüneburg.
Damit haben fast ein Viertel aller Ärztinnen und Ärzte, die sich nicht nur in ihren Praxen, sondern auch im Krankenhaus bei der Versorgung ihrer Patienten beteiligen - daher der Begriff Belegärzte - ihre Teilnahme an der dreitägigen Veranstaltung in Norddeutschland zugesagt.
"15 Prozent aller urologischen Betten werden bundesweit belegärztlich versorgt; damit ist dieses Versorgungsmodell als Urform der integrierten Versorgung ein fester Bestandteil im Gesundheitssystem", sagt Gastgeber Dr. Andreas W. Schneider aus Salzhausen. Er hat diese Fortbildungsveranstaltungen als Vorsitzender des Arbeitskreises urologischer Belegärzte im Berufsverband Deutscher Urologen (BDU) initiiert und war derjenige, der 1997 dieses bundesweit einzige Treffen für (urologische) Belegärzte ins Leben rief.
Die Mediziner werden sich während der dreitägigen Veranstaltung aber nicht nur mit der Diagnostik und Therapie der Inkontinenz beschäftigen: Mit hochkarätigen Experten wollen die Belegärzte vor allem auch berufspolitische Themen erörtern. Dabei geht es in erster Linie um die Folgen der Gesundheitsreform für die Belegärzte, die sich auch nachteilig auf die Patienten auswirken.
An der Podiumsdiskussion zu diesem Thema, die von der NDR-Moderatorin Sabine Rheinhold moderiert wird, nehmen unter anderem Dr. Klaus Schalkhäuser, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU), Dr. Andreas Köhler, Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland und der erste Vorsitzende der KBV, Dr. Manfred Richter-Reichhelm teil.

"Die Salzhäuser Gespräche finden seit acht Jahren einmal jährlich statt, um das urologische Belegarztsystem in Deutschland zu qualifizieren und auf die zweifellos bestehenden Vorteile durch die Aufhebung der scharfen Grenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung unter dem Motto' so viel ambulant wie möglich, so wenig stationär wie nötig' aufmerksam zu machen", sagt Dr. Andreas W. Schneider.
Gerade bei der Patienten-Versorgung in einem Flächenland wie Niedersachsen lassen sich mit dieser Versorgungsstruktur wirtschaftliche Resourcen erschließen, trotz oder gerade durch den neuen EBM 2000plus.

Weitere Informationen:
Dr. Andreas W. Schneider
Tel. 04171 - 61651

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