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Zusätzliche Deutschstunden für Migrantenkinder

11.11.2004 - (idw) Universität Leipzig

Studierende der Universität Leipzig werden in den nächsten drei Jahren Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Förderunterricht an Schulen im Regionalschulamtsbezirk Leipzig erteilen. Dies ist Bestandteil eines soeben gestarteten Projektes, das in Verantwortung des Kultus-Ministeriums und mit Unterstützung der Stiftung Mercator erstmalig in einem ostdeutschen Bundesland, in Sachsen, durchgeführt wird. In der ersten Phase, die auf Mittelschulen beschränkt bleibt, werden 239 Schüler und Schülerinnen aus 35 Ländern durch 72 studentische Förderlehrer zusätzlich betreut. Dabei geht es um eine Ergänzung zum Unterricht in Deutsch als Zweitsprache, und zwar in Schulen in Leipzig, Bad Düben, Borna, Borsdorf, Dahlen, Delitzsch, Döbeln, Eilenburg, Frohburg, Grimma, Pegau, Taucha, Waldheim und Wurzen. Die Förderlehrer für das Schuljahr 2004/05 wurden aus einer beeindruckend großen Bewerberzahl von Studierenden der Universität Leipzig ausgewählt. In der Regel handelt es sich um Studierende aus Lehramtsstudiengängen, Magisterstudiengängen mit der Komponente Erziehungswissenschaften oder aus Studiengängen zu Deutsch als Fremdsprache. Für sie bietet sich damit die nicht alltägliche Chance, im Rahmen dieses Projektes eine berufsvorbereitende und praxisorientierte Qualifizierung zu erhalten. Hauptziel der Förderung ist auf der anderen Seite die Erleichterung der Integration der aus dem Ausland kommenden Schülerinnen und Schüler in die Gesellschaft Deutschlands.
Zur Vorbereitung auf die interessante Arbeit hatten die Studierenden im Oktober und November Kurse zu absolvieren. Neben Informationen zu Themen wie Migration und Ausländer, Schulrecht, Integrationskonzept standen didaktische Aspekte eines solchen Förderunterrichts und der Umgang mit Sprachproblemen und Verständigungsschwierigkeiten im Mittelpunkt der Vorbereitungskurse. In diesen Tagen nehmen die studentischen Förderlehrer Kontakt zu den betreffenden Mittelschulen auf und lernen "ihre" Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht sowie im Förderunterricht kennen. Ab Dezember 2004 arbeiten sie dann im außerunterrichtlichen Bereich bis zu zweimal wöchentlich, vorzugsweise nachmittags, an den Schulen.


Weitere Informationen:
Dr. Iris Mortag
Telefon: 0341 97-31423
E-Mail: mortag@fakerz.uni-leipzig.de
www.uni-essen.de/foerderunterricht

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