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Anreizbedingungen für Corporate Venture Capital-Kooperationen

12.11.2004 - (idw) Universität Augsburg

Die mit dem G-Forum-Preis 2004 ausgezeichnete Augsburger Studie Björn Häckels unterstützt Wissenschaftler und Praktiker bei der Analyse von Anreizwirkungen und Beteiligungsquoten ---

Zum zweiten Mal hat ein Mitarbeiter des Augsburger Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre/Wirtschaftsinformatik und Financial Engineering (Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl) den Diplomarbeitenpreis des Förder-Kreises Gründungsforschung (FGF) e. V. erhalten: Nachdem vor zwei Jahren Ulrich Faisst ausgezeichnet worden war, nahm jetzt Björn Häckel diesen Preis für seine Diplomarbeit "Anreizbedingungen für Corporate Venture Capital-Kooperationen" entgegen. Überreicht wurde der Preis am 5. November 2004 im Rahmen der G-Forum-Jahreskonferenz im Haus der Wirtschaft in Stuttgart vom Schirmherrn der Veranstaltung, dem Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Rezzo Schlauch. Der Preis wird vom FGF jährlich für herausragende Diplom- bzw. Magisterarbeiten auf dem Gebiet der Gründungsforschung ("entrepreneurial research" bzw. Erforschung der Gründungs- und Frühentwicklungsphase von Unternehmen und des unternehmerischen Verhaltens) vergeben. Als Mitglieder der Jury hatten diesmal Prof. Dr. Christine K. Volkmann (FH Gelsenkirchen), Prof. Dr. Tobias Kollmann (Universität Kiel) und Prof. Dr. Peter Witt (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung Vallendar) die Aufgabe, die beste aus insgesamt 19 eingereichten Arbeiten zu verschiedenen Themen der Gründungsforschung auszuwählen.

Der Preisträger Björn Häckel, 1978 in Donauwörth geboren, hat von 1999 bis 2004 an der Universität Augsburg Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik, Financial Engineering, Public Sector Management und Produktion und Logistik studiert. Seit seinem Diplom-Abschluss ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Professor Buhl.

Häckels Diplomarbeit, die von Ulrich Faisst betreut wurde, schließt eine sowohl wissenschafts- als auch praxisrelevante Lücke in der Erforschung von Corporate Venture Capital (CVC)-Kooperationen und von deren Anreizbedingungen. Eine CVC-Kooperation steht für eine strategische Allianz zwischen einem Corporate Investor und einem Innovator. Beide Akteure besitzen wechselseitig komplementäre Stärken und können durch ihren jeweils spezifischen Beitrag gezielt zum Erfolg des Ventures beitragen. Hierfür müssen allerdings entsprechende Anreize vorliegen.

Häckel hat im Rahmen eines finanzwirtschaftlichen Modells Beteiligungsquoten für CVC-Kooperationen ermittelt, die solche Anreize für beide Akteure schaffen und sie motivieren, ihren spezifischen Beitrag zu leisten. Dabei zeigt der Vergleich von Corporate Investoren mit unabhängigen Venture Capital-Investoren, dass erstere aufgrund des strategischen Nutzens bereit sind, einen höheren Preis für eine Beteiligung zu bezahlen. Darüber hinaus diskutiert Häckel dann auch den Einfluss von Informationsasymmetrien auf die Festlegung der Beteiligungsquote sowie den Einsatz von Signalling-Maßnahmen zum Abbau solcher Informationsasymmetrien.

Mit dem G-Forum-Preis ist jeweils die Veröffentlichung der ausgezeichneten Arbeit in der im Josef Eul-Verlag erscheinenden Reihe "FGF Entrepreneurship-Research Monographien" verbunden.

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Kontakt und weitere Informationen:

Björn Häckel
Lehrstuhl für BWL, Wirtschaftsinformatik & Financial Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/25923-16
bjoern.haeckel@wiwi.uni-augsburg.de
http://www.wi-if.de

Zum Förderkreis Gründungs-Forschung e. V.:
http://www.fgf-ev.de

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