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"Patenschaft" für Umweltzeitschriften erneuert

18.12.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Apotheker sponsern der Universität Jena zwei Abonnements für geowissenschaftliche Fachjournale Jena (18.12.04) Für Wissenschaftler und Studierende, die sich für Umweltthemen interessieren, sind sie ein "Muss": die Fachzeitschriften "Applied Geochemistry" und "Journal of Geochemical Exploration". Regelmäßig kann man die neuesten Ausgaben in der Zweigbibliothek der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena einsehen. Dass die Journale mit den umweltchemischen Originalpublikationen dort ausliegen, ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, denn aus Kostengründen hätte das Abonnement beinahe nicht zustande kommen können. Dass es trotzdem existiert, liegt am Engagement von Joachim und Karin Henning. Das Apothekerehepaar, das die Columbus- und die Tatzend-Apotheke in Jena betreibt, hat vor zwei Jahren quasi eine Patenschaft für die beiden Fachzeitschriften übernommen. Zum dritten Mal haben sie jetzt die Summe gespendet, die zur Anschaffung der Umweltjournale nötig ist. Lag der Preis anfänglich bei 1.950 Euro, so kosten die vier Hefte im Jahr inzwischen 2.700 Euro.

"Die Anzahl der chemischen Fachzeitschriften in unserer Fakultät ist seit 1990 um mehr als die Hälfte geschrumpft", berichtet Prof. Dr. Georg Büchel. Der Lehrstuhlinhaber für Angewandte Geologie hatte den Kontakt zu Joachim Henning aufgenommen als er erfuhr, dass der Apotheker einen Betrag für Umweltschutz im weitesten Sinne spenden wollte - aus dem Erstkontakt wurde eine erfolgreiche Kooperation, die jetzt ins dritte Jahr geht.

Seit Jahren registrieren die Verantwortlichen in den Bibliotheken die steigenden Preise der Fachzeitschriften und können wegen der Finanzsituation nur noch mit Abbestellungen reagieren. "Auch die Online-Versionen, die viele Verlage inzwischen anbieten, sind kein Ersatz. Denn auch sie sind kostenpflichtig", schildert Büchel das Dilemma. Deswegen ist der Geowissenschaftler sehr froh, dass dank der Spende der Apotheker die zwei Umweltzeitschriften weiterhin abonniert werden können. "Wir wären nicht böse darum, wenn das Modell der Zeitschriftenpatenschaft Schule macht und so die Mitarbeiter und Studierenden trotz der Sparmaßnahmen ihre Informationen weiterhin in der Bibliothek aus erster Hand beziehen können und nicht auf Sekundär- und Tertiärinformationen aus dem Internet zurückgreifen müssen", hofft Büchel.

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