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Innovationspreis Sozial Aktiv 2004: Sonderpreis für die Psychiatrische Klinik und Poliklinik der Uni Mainz

21.12.2004 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Auszeichnung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit für das Projekt "Diagnose Demenz und was dann?" (Mainz, 21. Dezember 2004, lei) Bei der Vergabe des Innovationspreises "Sozial Aktiv 2004" hat die Psychiatrische Klinik und Poliklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für das Projekt "Diagnose Demenz und was dann?" einen Sonderpreis erhalten. Die Auszeichnung wurde vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz für eine "beispielhafte Maßnahme zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankung verliehen", teilte das Ministerium dazu mit.

Der Innovationspreis will innovative Ideen und Projekte in den Aufgabenbereichen des Ministeriums anregen und beispielhafte Projekte anerkennen. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf lokalen und regionalen Projekten, die dem speziellen Hilfebedarf von dementiell Erkrankten und ihren Angehörigen entsprechen.

Das Pilotprojekt "Diagnose Demenz und was dann?" wurde für Patienten der Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Klinik der Universität Mainz initiiert. Es handelt sich dabei um ein Gruppenprogramm zur Frühintervention für Patienten mit beginnender Demenzerkrankung und ihre Angehörigen. Den Teilnehmern soll praktisch aufgezeigt werden, dass es möglich ist, trotz der Gedächtnisprobleme am Leben aktiv teilzunehmen und sich so möglichst lange eine hohe Lebensqualität zu erhalten. Der Ansatz ist ressourcenorientiert, d.h. er baut auf den vorhandenen Stärken und Möglichkeiten jedes Einzelnen auf. Die Patienten werden in Rollenspielen zu sozialer Aktivität angeregt. Zentral wichtig ist die Entlastung und der Schutz der Beziehungen des Patienten zum Partner und den engsten Angehörigen. Diese tragen später die Hauptlast als primäre Pflegepersonen und daher wird der Umgang mit den Gedächtnisproblemen des Betroffenen mit ihnen trainiert.

In einer begleitenden Befragung der Teilnehmer haben sowohl Patienten als auch Betroffene eine große Entlastung und hohe Zufriedenheit mit der Frühintervention zurückgemeldet. Das Pilotprojekt soll als ein Beispiel für die Aktivierung und Optimierung privater und professioneller Pflege und Unterstützung dienen und hat mittlerweile bereits Anhänger im stationären und ambulanten Bereich gefunden.

Kontakt und Informationen:
Dr. rer. soc. Armin Scheurich, Dipl.-Psych.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Psychiatrische Klinik und Poliklinik
Tel. 06131 17-2152
Fax 06131 17-6690
E-Mail: scheurich@psychiatrie.klinik.uni-mainz.de

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