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Land NRW stellt 500.000 EUR für Forschung im Bereich Computational Intelligence und Computer Vision an der Fachhochschul

21.12.2004 - (idw) Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohner und Hagener Professoren kooperieren mit Forschern im In-und Ausland Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium hat im Rahmen des Programms zur Förderung von Kompetenzplattformen an Fachhochschulen (KOPF) 500.000 EUR für die Errichtung der Kompetenzplattform "Computer Vision based on Computational Intelligence" an der Fachhochschule Südwestfalen bereit gestellt.

Die Forschungsförderung an Fachhochschulen durch das Wissenschafts-ministerium umfasst drei Bereiche: Die Projektförderung, die Förderung von ausgewählten Forschungsschwerpunkten und die Förderung von Kompetenz-plattformen. Diese Kompetenzplattformen sollen nicht nur die Qualität der Forschung, sondern auch die Aktualität und damit die Qualität der Lehre steigern. Ziel ist es, durch das Einbinden der Lehre in die Kompetenzplattformen die Lehrinhalte laufend an den aktuellen Erkenntnissen der Forschung zu orientieren. Dies ermöglicht den Studierenden eine den sich ändernden Anforderungen des Arbeitsmarktes angepasste Ausbildung.

Die neue Kompetenzplattform ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss der Iserlohner und Hagener Professoren Ulrich Lehmann, Dr. Burkhard Neumann, Dr. Jörg Krone und Dr. Gerhard Neugebauer. Mit im Team ist auch Prof. Dr. Heinrich Brinck von der Fachhochschule Gelsenkirchen. Die Kompetenzplattform wird von zwei Forschungsschwerpunkten, drei Forschungsverbünden und drei Arbeitskreisen getragen. Die Forscher kooperieren mit Prof. Dr. habil (em.) Adolf Grauel vom CIS in Soest, Prof. Dr. Yanbin Fan von der Universität Foshan in China sowie Prof. Dr. Pierre Poffet von der Schweizer Hochschule Wallis in Sion, weiteren Professoren von den Fachhochschulen Aachen, Bielefeld, Bochum und Gummersbach über die Forschungsverbünde "Neuronale Fuzzy-Logik NRW" und "Technische Bildverarbeitung in verteilten Systemen NRW", Forschungsrichtungen der Universität Dortmund, der Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik des VDI sowie zwei Kompetenznetzen OpTech-Net und Photonic-Net.

Ziel ist die Entwicklung innovativer und praxistauglicher Systeme für die visuelle Informationsverarbeitung und Automatisierung in der Industrie und der Medizintechnik. Dazu gehören die Erforschung und Erprobung neuer Methoden sowie die Entwicklung neuer Verfahren für praktische Anwendungen. "Im Rahmend der Kompetenzplattform", so Koordinator Prof. Ulrich Lehmann," werden die beiden Forschungsfelder Computer Vision und Computational Intelligence als Schnittmenge anwendungsorientiert erforscht. 30% des menschlichen Gehirns beschäftigen sich mit der Verarbeitung, Erkennung und Reaktion von und auf Bildern. Intelligenz und Sehsystem gehören beim Menschen eng zusammen. Computational Intelligence (CI) ermöglicht es, mittels Fuzzy Logik, Neuronaler Netze oder evolutionärer und genetischer Algorithmen, die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns in Computern nachzubilden. Computer Vision (CV) oder Bildverarbeitung liefert das dazugehörige Sehsystem. Ziel der Forscher ist es nun, intelligente technische Sehsysteme nach dem Vorbild der Biologie und Neurologie anwendungsorientiert zu erforschen und zu entwickeln. "Noch haben wir die Komplexität des Neuronalen Netzes des Menschen nicht erreicht", erläutert Lehmann, "aber wir sind nur noch wenige Zehnerpotenzen davon entfernt."


Die Verbindung zwischen Forschung und Lehre wird durch die Einführung eines neuen Masterstudiengangs "Computer Vision and Computational Intelligence"
gewährleistet, der voraussichtlich zum Wintersemester 2005/2006 in Iserlohn angeboten wird.

Weitere Informationen zur neuen Kompetenzplattform und den Kooperationspartnern unter www3.fh-swf.de/forschung/kopf_cv-ci/kopv_cv-ci.htm
Weitere Informationen: http://www3.fh-swf.de/forschung/kopf_cv-ci/kopv_cv-ci.htm
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