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Fachhochschule Gelsenkirchen: Der 100. Absolvent im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Recklinghausen

21.12.2004 - (idw) Fachhochschule Gelsenkirchen

An der Hochschulabteilung Recklinghausen erhielt mit Andreas Wolf der 100. Absolvent im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen sein Diplomzeugnis. Andreas Wolf erstellte in seiner Diplomarbeit bei dem Essener Logistikunternehmen Schenker eine Kalkulation über Personalaufwand und Kosten in der Ersatzteillogistik. Recklinghausen. 100 in zehn Jahren. Das ist die Bilanz, die jetzt der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschulabteilung Recklinghausen der Fachhochschule Gelsenkirchen ziehen konnte. Nach anfänglich 24 Studienstartern zum Wintersemester 1995/96 hat sich der Studiengang auf 131 Erstsemester im Jahr 2004 gesteigert. Zurzeit sind insgesamt 520 Studierende eingeschrieben, die den Abschluss des Wirtschaftsingenieurs oder der Wirtschaftsingenieurin anstreben.
Der hundertste Absolvent ist Andreas Wolf (33), der jetzt sein Diplom erhielt. Er startete sein Studium in Recklinghausen Anfang 2002. Der gebürtige Franke aus Heidenfeld bei Schweinfurt hatte allerdings vorher schon an der Fachhochschule Offenburg mit dem Studium begonnen. Doch die Recklinghäuser Studienschwerpunkte Transport, Verkehr und Logistik überzeugten ihn von einem Wechsel nach Nordrhein-Westfalen. Und er hat den Wechsel nicht bereut. Wolf: "Ich habe gefunden, was ich gesucht habe und habe beim Studium jegliche Unterstützung bekommen, die ich brauchte. Die bekommt man, wenn man selbst bereit ist, sich einzusetzen." Er hätte sich nur manchmal gewünscht, nicht nebenbei arbeiten zu müssen. Aber Andreas Wolf, der schon eine Ausbildung zum Außenhandelskaufmann absolviert hatte, musste sich den Lebensunterhalt zu seinem Studium selbst verdienen: bei einem Essener Ingenieurbüro, in einem Stahlhandelskonzern, wo er Assistent im Projektmanagement war, sowie beim Logistikunternehmen Schenker, wo er auch seine Diplomarbeit schrieb.
Dabei analysierte er den logistischen Aufwand und die dadurch entstehenden Kosten beim Ersatzteilversand. Meist fallen dabei nur Kleinstaufträge an. Wolf berechnete den Kosten- und Personalaufwand für die einzelnen Arbeitsschritte wie das Einlagern, Auslagern oder Verpacken des gewünschten Teils bis zum Versand. Wissenschaftlich betreut wurde er dabei vom Recklinghäuser Logistikexperten Prof. Dr. Joachim Schulte: "In der Ersatzteillogistik werden die Warenlieferungen meist von Hand zusammengestellt, vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Da gibt es keine hochtechnisierten Systeme. Gerade dort ist aber eine Arbeitszeit- und Kostenberechnung interessant."
Andreas Wolf analysierte die Arbeitsschritte und erarbeitete eine rechnergestützte Kalkulationstabelle, mit der vor allem auch kleine und mittelständische Unternehmen besser arbeiten können als bisher. Den Praxistest hat die neue Kalkulationstabelle bereits bestanden, denn Wolf schrieb seine Diplomarbeit im Auftrag des Essener Logistikunternehmens Schenker. Dort gehört er auch seit Abschluss des Studiums weiterhin zu einem Projektteam. Wolf hofft nun auf einen Job im Ruhrgebiet, von wo aus er gern auf dem internationalen Markt arbeiten würde.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Joachim Schulte, Recklinghäuser Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-538 oder 915-408 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-571, E-Mail joachim.schulte@fh-gelsenkirchen.de

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