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Heidelberger Jahrbücher: "Konflikt"

22.12.2004 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Herausgeber und Mitautor ist der Heidelberger Politikwissenschaftler Prof. Frank R. Pfetsch - Von Kollektivkonflikten in Politik, Recht und Wirtschaft bis zur Darstellung von Konflikten in Literatur, Malerei und Skulptur Der 48. Band der Heidelberger Jahrbücher behandelt das Thema 'Konflikt' in seiner ganzen Breite aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen. Wie gehen Primaten, Menschen wie Tiere, mit Konflikten um und welche Bewältigungsstrategien oder Lösungen sind entwickelt worden? Das Besondere und Neue dieses Bandes liegt somit in der interdisziplinären, historischen wie gegenwartsbezogenen Ausrichtung der Konfliktproblematik. Die Aktualität gegenwärtiger Themen wie der "Kampf der Kulturen", die Konfliktsituation im Nahen und Mittleren Ost sowie im südasiatischen Bereich werden behandelt wie auch das einmalige Versöhnungsprojekt in Südafrika mit der Wahrheitsfindungskommission.

Das breite Spektrum der Erscheinungs- und Bearbeitungsformen von Konflikt reicht von Kollektivkonflikten in Politik, Recht und Wirtschaft über Individual-Konflikte der Gattungen Mensch und Tier bis zur Darstellung von Konflikten in Literatur, Malerei und Skulptur. Globale und regionale Konflikte kommen zur Sprache, das Verhältnis Politik und Moral wird thematisiert, völkerrechtliche Regelungen werden dargestellt, ebenso wie Konflikte in der Evolution des Tierreichs. Die Psyche des Menschen und die klinische Psychotherapie kommen zur Sprache sowie der Umgang mit Konflikten im Unternehmensbereich.

Um Bewältigungsformen durch Anrufung göttlicher Instanzen und deren Hilfe durch Gaben und Stiftungen geht es im antiken Anatolien und bei japanischen Gebräuchen des Mittelalters. Literarische und künstlerische Konstruktionen und Rekonstruktionen von Konflikt geben einen Spiegel historischer und gegenwartsbezogener Darstellungen des Themas in Schrift und darstellender Kunst.

Die Huntington-These vom Kampf der Kulturen wird zum einen empirisch überprüft und zum andern als Dialog zwischen den drei monotheistischen Religionen thematisiert. Auch die Methodenvielfalt der einzelnen Disziplinen kommt zum Tragen. Neben den an Einzelfällen sich orientierenden Beiträgen werden auch sozialwissenschaftlich generalisierende oder quantifizierende Ansätze vorgestellt. Reichhaltiges Bildmaterial können die Lektüre zu einem Erlebnis machen.

Die Aufsätze in diesem Band sind Originalbeiträge renommierter Fachvertreter der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und anderer in- und ausländischer Hochschulen.

Rückfragen bitte an:
Prof. Frank R. Pfetsch
Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542872
frank.pfetsch@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

und
Irene Thewalt
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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