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Kinder helfen Kindern

22.12.2004 - (idw) Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Frankfurter Grundschüler sammeln für psychisch kranke Kinder - Spende kommt der Klinik für Kinderpsychiatrie und -psychotherapie zugute Am vergangenen Freitag machte sich die Klasse 3c der Frankfurter Textorschule in aller Frühe auf den Weg. Ziel: die Klinik für Kinderpsychiatrie und -psychotherapie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Gepäck: ein riesiges Weihnachtsgeschenk. Finanziert haben es die Grundschüler mit den Erlösen eines Flohmarktes, den sie am St. Martinstag zugunsten psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in ihrer Schule veranstaltet hatten. Dabei verkauften sie ihr Spielzeug, boten Bücher, Kassetten und allerlei andere Dinge feil - Unterstützung für den guten Zweck bekamen sie von ihren Müttern, die mehr als 5 Kilogramm Waffelteig spendeten. Am Ende des Tages wurde abgerechnet. Das Ergebnis: ein über 2,5 Kilogramm schwerer Sack voller Geldmünzen. "Viele Kinder spendeten nicht nur die Hälfte ihres Erlöses, wie es der Heilige Martin vorgelebt hat, sondern den gesamten Gewinn inklusive dem Wechselgeld, das sie von zu Hause mitgebracht hatten", erklärt die Klassenlehrerin, Frau Sturm, stolz.

Große Trommel verbessert Ausstattung der Musiktherapie

Von dem eingenommenen Geld besorgte die Klasse eine große Trommel, die am vergangenen Freitag schließlich an die Kinder der Tagesklinik für Kinderpsychiatrie und -psychotherapie übergeben und in einem gemeinsamen Musikspiel eingeweiht wurde. Dr. Schmötzer, Oberärztin und Vorsitzende des "Frankfurter Vereins zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher e.V.", bedankte sich im Namen der Kinder für das vorbildliche Engagement und die hilfreiche Unterstützung der Grundschüler. Dabei betonte sie wie wichtig und notwendig die Spenden für das Klinikum und die Verbesserung der therapeutischen Arbeit seien. Denn ohne die Unterstützung von außen sei es nicht möglich, dringend benötigte Geräte und Instrumente zu finanzieren.

In der so bedeutenden Musiktherapie lernen die Kinder und Jugendlichen zur Beispiel ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und sich im Umgang mit ihren Emotionen zu üben. Dabei spielen die Instrumente eine ganz zentrale Rolle. So sei es mit Hilfe der Trommel zum Beispiel möglich Rollenspiele durchzuführen, bei denen die Kinder und Jugendlichen lernen, sich in Konfliktsituationen angemessen zu verhalten oder auf andere zuzugehen. "Im rhythmischen Miteinander entwickeln und erleben sie ein Gemeinschaftsgefühl, das wesentlich dazu beiträgt, das Selbstbewusstsein und die Gruppenfähigkeit der Kinder zu stärken", so Schmötzer.

Wie die Oberärztin betont, benötigt die Klinik für Kinderpsychiatrie und -psychotherapie dringend weitere Spenden - etwa um geeignete Spielgeräte für das Außengelände anschaffen oder therapeutische Aktivitäten wie die Sommercamps finanzieren zu können. Wer sich für das Wohl von psychisch kranken Kinder und Jugendlichen einsetzen möchte, ist dazu aufgerufen, dem guten Beispiel der Drittklässler der Textorschule zu folgen.

Spendenkonto:
"Frankfurter Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher e.V."; Frankfurter Sparkasse 1822; Konto-Nr: 888 172; BLZ: 500 502 01

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet http://www.kgu.de

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