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Keimzelle des VDE feiert 125-jähriges Jubiläum in Berlin

23.12.2004 - (idw) VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

VDE-Studie: Berliner sind keine IT-Muffel / Sorge um Innovationen Made in Germany

Man schrieb das Jahr 1879, als Werner von Siemens die erste deutsche Elektrolokomotive vorstellte und der elektrische Aufzug Menschen von einem Stockwerk ins andere brauchte. In Europa herrschte Aufbruchstimmung. Es war das Jahr, in dem Werner von Siemens und der Kaiserliche Generalpostmeister Heinrich von Stephan den ersten "Elektrotechnischen Verein" (ETV) Deutschlands in Berlin gründeten. "Ein solcher Verein ist ein unabwendbares Bedürfnis geworden und kann eine ungemein segensreiche Wirkung entfalten", schrieb Werner von Siemens dazu. Heute hängen von der Elektro- und Informationstechnik 50 Prozent der deutschen Industrieproduktion und über 80 Prozent der deutschen Exporte ab. Der ETV - heute VDE Berlin-Brandenburg - feierte am 20. Dezember 2004 sein 125 jähriges Jubiläum. Er war die "Keimzelle" des heute in Frankfurt am Main ansässigen VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, der 33.000 Mitglieder vertritt. Der VDE Berlin-Brandenburg repräsentiert 1.900 Mitglieder: Ingenieure, Wissenschaftler, Studenten und Unternehmen. Mit jährlich rund 100 Veranstaltungen mit über 2.200 Teilnehmern ist der VDE Berlin-Brandenburg eine Plattform für interdisziplinären Wissensaustausch und Wissenstransfer. Die Weiterbildung seiner Mitglieder, die Förderung der Elektro- und Informationstechnik sowie des Nachwuchses stehen im Zentrum der Verbandstätigkeit.

Der VDE sorgt sich um die Marke "Made in Germany". Denn obwohl Deutschland im weltweiten Wettbewerb um Innovationen Spitzenplätze belegt, hat der Technologie-Standort zunehmend ein Imageproblem. Der Verband präsentierte eine Umfrage, wonach selbst die Bundesbürger anderen Ländern erheblich mehr zutrauen als der eigenen Wirtschaft. Demnach vermuten 40 Prozent der Bevölkerung die höchste Innovationskraft in Japan, 21 Prozent in den USA und nur sechs Prozent im eigenen Land. Die führende Position Deutschlands in den großen Trendbereichen Mobilität, Energie, Kommunikation oder Life Science müsse wieder zu einem weltweit anerkannten Markenzeichen werden, so der VDE.

Die Berliner stehen technischen Neuerungen grundsätzlich positiv gegenüber. Das ist eines der Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des VDE zur Technikakzeptanz. Danach befürworten 78 Prozent aller Berliner ein verstärktes Engagement im Bereich der Energietechnik (bundesweit 76 Prozent). Auch für ein verstärktes Engagement in der Informationstechnik und Multimedia sprechen sich mehr Berliner (70 Prozent) aus als der bundesdeutsche Durchschnitt (68 Prozent). Im Bereich der Gentechnik erwarten 49 Prozent der Befragten mehr Engagement Deutschlands. Im bundesweiten Durchschnitt sind dies lediglich 37 Prozent. Im Bereich Medizintechnik liegt Berlin mit 88 Prozent Befürwortung im bundesweiten Durchschnitt, ebenso wie bei der Elektrotechnik/Mikroelektronik.

Hinweis für die Redaktion:
Vor der Festveranstaltung am 14. Januar 2005 veranstaltet der VDE Berlin-Brandenburg um 9.00 Uhr ein Pressefrühstück über den Forschungsstandort Berlin im Haus der Deutschen Telekom, Hauptstadtrepräsentanz, Französische Straße 33a-c, 10117 Berlin-Mitte.
Weitere Informationen: http://www.etv-berlin.de
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