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Die "Fabrik nach Maß" des Architekten Philipp Jakob Manz für Aesculap - Unternehmensgeschichte als Architektur

05.01.2005 - (idw) Universität Stuttgart

Ausstellung in der Universitätsbibliothek der Universität Stuttgart

Unternehmensgeschichte kann auch Architekturgeschichte sein; die Ingenieurwissenschaften lassen sich auch unter dem Blickwinkel der Kunst- und Architekturgeschichte betrachten. Deutlich wird dies am historischen Werksgelände der Aesculap AG & Co. KG, einem international etablierten Unternehmen der Medizintechnik. Die 1867 als "Aktiengesellschaft für Feinmechanik" gegründete Firma pflegt und bewahrt im süddeutschen Tuttlingen ein historisches Werksareal, an dem sich der Wandel der Industriearchitektur im 20. Jahrhundert beispielhaft nachvollziehen lässt. Über vier Jahrzehnte - seit 1898 bis in die 1940er Jahre - plante und baute das Stuttgarter Industriebaubüro von Philipp Jakob Manz (1861-1936) dieses Stammwerk des Unternehmens samt der zugehörigen Arbeiter- und Angestelltenwohnungen. Vom 14. Januar bis zum 26. Februar ist in der Universitätsbibliothek Stuttgart eine auf Initiative der Firma Aesculap entstandene, von der Stuttgarter Wissenschaftlerin Dr. Kerstin Renz konzipierte Ausstellung zu sehen, die anhand zahlreicher zeitgenössischer Fotografien und Baupläne Einblick in die Geschichte und Arbeitsweise des Büros Manz gibt, die prominentesten Bauprojekte aus vier Jahrzehnten vorstellt und insbesondere die Bau- und Werksgeschichte der Firma Aesculap nachzeichnet, für die Manz eine "Fabrik nach Maß" gebaut hat. Manz´ in ganz Mitteleuropa realisierte Industriearchitekturen waren technisch und stilistisch immer an den neuesten Entwicklungen orientiert. Sein Büro gibt dem deutschen Industriebau im 19. und frühen 20. Jahrhundert entscheidende Impulse und ist darüber hinaus im Arbeiterwohnungsbau tätig. Der Name von Philipp Jakob Manz steht heute für eines der wichtigsten europäischen Industriebaubüros seiner Zeit.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 13. Januar 2005 um 18.00 eröffnet. Dabei wird nach der Begrüßung durch Werner Stephan, den Direktor der Universitätsbibliothek, und Prof. Michael Ungethüm von Aesculap Dr.-Ing. Kerstin Renz vom In-stitut für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart eine Einführung geben. Die Stuttgarter Wissenschaftlerin hatte jüngst für ihre Dissertation über Philipp Jakob Manz den mit 5.000 Euro dotierten "Preis der Freunde" für den wissenschaftlichen Nachwuchs von der Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart erhalten.

Ort: Stadtmitte, Foyer der Universitätsbibliothek Stuttgart, Holzgartenstr. 16, 70174 Stuttgart
Eröffnung: 13.1.2005, 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 14. Januar bis 26. Februar 2005
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30 bis 20.00 Uhr; Sa 9.00 bis 13.00 Uhr

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