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Mathematik ordnet die Gedanken

05.01.2005 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Informationstag zum Mathematik-Studium am 29. Januar an der Universität Jena Jena (05.01.05) "Mathematik muss man schon deswegen studieren, weil sie die Gedanken ordnet." Diese Weisheit Michail W. Lomonosovs aus dem 18. Jahrhundert hat sich inzwischen auch in der Wirtschaft herumgesprochen. Die Einsatzmöglichkeiten für Mathematiker haben sich hier deutlich erweitert. Neben der Versicherungs- und Kreditwirtschaft sowie der Datenverarbeitungsbranche greifen zunehmend auch Unternehmensberatung, Bildung, industrielle Forschung und Entwicklung sowie das Management auf Mathematiker zu.

"Mathematiker werden häufig dort eingestellt, wo in einer Stellenanzeige ihr Beruf zwar nicht vordergründig genannt wird, aber im Kleingedruckten genau ihre besonderen Fähigkeiten gefragt sind: ein sehr gutes Abstraktionsvermögen, die Fähigkeit zu systematisieren und klar zu formulieren", weiß Dr. Werner Nagel von der Universität Jena. Außerdem bringen Mathematiker aus ihrem Studium die Erfahrung mit, dass schwierige Probleme ausdauerndes Arbeiten erfordern, aber dadurch gelöst werden können. Diese Schlüsselqualifikationen werden in Forschung und Wirtschaft hoch geschätzt.

Wie man diese Qualifikationen erlangen kann, vermittelt am Sonnabend, dem 29. Januar, die Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Jena. Sie veranstaltet zum 6. Mal einen Mathematik-Info-Tag für Schülerinnen und Schüler. Im Vordergrund stehen die individuelle Information und Beratung über Möglichkeiten des Studiums der Mathematik, der Wirtschaftsmathematik und des Lehramts Mathematik (für Gymnasium oder für Regelschule) in Jena. Es besteht die Chance, mit Professoren, Studienberatern, Studenten und Absolventen der Jenaer Fakultät ins Gespräch zu kommen.

Außerdem werden mathematische Kurzvorträge sowie ein Podiumsgespräch über Studium und Berufspraxis von Mathematikern stattfinden. Beim Imbiss oder einem Rundgang durch die Fakultät gibt es viele Gelegenheiten für Fragen und um persönliche Eindrücke zu gewinnen.

Der Schüler-Tag der Mathematik findet von 10.30 Uhr bis etwa 14 Uhr in Jena, im Gebäude Carl-Zeiß-Straße 3 (unmittelbar an der Straßenbahn-Endhaltestelle Ernst-Abbe-Platz), in den Hörsälen 4 und 5, statt.

"Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass es natürlich auch für Mathematiker sehr nützlich ist, gründliche Kenntnisse in Informatik zu haben", ergänzt Mit-Organisator Nagel. Dies kann man durch eine passende Wahl des Ergänzungsfachs im Mathematikstudium erreichen. "Andererseits ist es aber vorteilhaft, nicht zu eng an das Schicksal der New Economy gebunden zu sein", ist sich der Jenaer Mathematiker sicher. Der Einbruch in der IT-Branche hat sich nach statistischen Angaben der Bundesagentur für Arbeit deutlich stärker auf Informatiker als auf Mathematiker ausgewirkt.

Ganz außer Frage steht der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern für das Fach Mathematik in den nächsten 10 bis 15 Jahren im gesamten Bundesgebiet. Dazu haben sowohl die Kultusministerkonferenz als auch das Thüringer Kultusministerium Informations- und Werbekampagnen gestartet. "Bereits diese wenigen Informationen zeigen, dass sich ein Mathematikstudium in Jena lohnt", unterstreicht Dr. Nagel.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter:
http://www.minet.uni-jena.de/studjena/schueler/tdm05.html.


Kontakt:
Dr. Werner Nagel
Institut für Stochastik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
07737 Jena
Tel.: 03641 / 946261
Fax: 03641 / 946252
E-Mail: nagel@minet.uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.minet.uni-jena.de/studjena/schueler/tdm05.html http://www.ticket-in-die-zukunft.de/
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