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FHTW-Absolventin rettet Klosterwerkstatt vor dem Vergessen

06.01.2005 - (idw) Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Die Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft stellt in diesem Jahr erneut eine Tiburtius-Preisträgerin. Ausgezeichnet wird eine Absolventin des Studiengangs Museumskunde, die mit ihrer Diplomarbeit eine Klosterwerkstatt in Brandenburg vor dem Vergessen rettete. Der Preis wird am Donnerstag, 13. Januar 2005, um 16.00 Uhr in der Freien Universität in Berlin verliehen. Die FHTW-Absolventin arbeitete in ihrer Diplomarbeit die Geschichte und die Bestände der Textilwerkstatt des evangelischen Klosters "Stift zum Heiligen Grabe" auf. Das frühere Zisterzienserinnenkloster liegt zwischen Berlin und Hamburg und gilt als einzige fast vollständig erhaltene Klosteranlage in Brandenburg. Die klostereigene Werkstatt für Paramentik - der Fachausdruck für alle im Kirchenraum und im Gottesdienst verwendeten Textilien - schloss 2000 ihre Türen. Geschichte und Bestände wären wohl in Vergessenheit geraten, hätte sich Katharina Hornscheidt nicht an die museologische Arbeit gemacht. Als ausgebildete Stickerin und Paramentikerin sowie ehemalige Schülerin der Werkstatt kennt die heute 30jährige Diplom-Museologin den ideellen und materiellen Wert der Sammlung aus eigener Anschauung.

"In fachlich herausragender und vorbildlicher Art und Weise", so das Gutachten der sie betreuenden Hochschullehrerin Prof. Dr. Sibylle Einholz, gelang es Katharina Hornscheidt nicht nur, die Objekte, Archivalien und Bibliotheksbestände der 1950 gegründeten Werkstatt zu dokumentieren und zu katalogisieren. Sie entwickelte darüber hinaus Strategien für die Aufbewahrung und Sicherung der Bestände sowie ein Nutzungskonzept mit ersten Ansätzen für den Erhalt und die Musealisierung der Werkstatt-Reste auf der Klosteranlage. Die Arbeit erhellt gleichzeitig die Bedeutung der Werkstatt für den Fortbestand des Stiftes und wirft ein Licht auf die politische Situation der Kirche in der DDR.
Die nach einem früheren Berliner Wissenschaftssenator benannten

Tiburtius-Preise werden in Berlin jedes Jahr hochschulübergreifend für die jeweils drei besten Dissertationen und Diplomarbeiten vergeben.

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