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HU hat Gastprofessur "Jüdisches Recht" eingerichtet

07.01.2005 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Der Beginn der Förderung der "Berliner Studien zum Jüdischen Recht" durch das Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie, Köln, wird am 12. Januar 2005 mit einem Festakt begangen. Prof. Rabbi J. David Bleich hält den Festvortrag. An der Humboldt-Universität zu Berlin ist für den Zeitraum von drei Jahren eine Gastprofessur "Jüdisches Recht" eingerichtet worden. Die finanzielle Förderung durch das Bankhaus Sal. Oppenheim ermöglicht es, einmal im Jahr eine Professorin oder einen Professor für mehrere Monate zu Lehrveranstaltungen über "Jüdisches Recht" einzuladen. Damit wird die seit 1996 bestehende Tradition, jedes Sommersemester eine Gastprofessorin oder einen Gastprofessor am Institut zu haben, auf eine finanziell sichere Basis gesetzt. Eingerichtet wurde dieses Lehrprojekt von der Vereinigung der "Berliner Studien zum Jüdischen Recht", bestehend aus der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, der Jüdischen Gemeinde Berlin und dem Centrum Judaicum.

Die Beschäftigung mit verschiedenen Aspekten des jüdischen Rechts soll zum einen unsere Kenntnisse über jüdische Tradition erweitern. Dabei hat es einen gewissen Symbolwert, dass sich die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in der heutigen Tucholskystraße in unmittelbarer Nähe der Juristischen Fakultät befunden hatte. Zum anderen sollen im wissenschaftlichen Vergleich westliche Rechtsordnungen einem religiösen Rechtsverständnis gegenübergestellt werden.

Die Lehrveranstaltungen richten sich an Studierende der Juristischen Fakultät, Angehörige der Hochschulen Berlins und Brandenburgs und interessierte Bürger. Die inhaltliche Bandbreite umfasst unter anderem: die Veränderungen des Rechts Israels und der Juden von der Antike bis heute, biblisches, alt-israelisches und talmudisches Recht sowie die Regeln für die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden. Die Lehrveranstaltungen werden in den Studienplan der Juristischen Fakultät aufgenommen - als Grundlagenfach und im Schwerpunktbereich "Zeitgeschichte des Rechts".

Die Förderung der Gastprofessur durch das Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie, Köln wird am 12. Januar 2005 um 18 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Vortrag des ersten Gastprofessors Rabbi J. David Bleich zu "The Divine and the Human in Jewish Law" feierlich begangen.
Grußworte halten:
- Prof. Dr. Anne-Barbara Ischinger, Vizepräsidentin für Internationales und Öffentlichkeitsarbeit der Humboldt-Universität,
- Prof. Dr. Michael Kloepfer, Dekan der Juristischen Fakultät, und
- Dr. Roman M. Skoblo, Jüdische Gemeinde Berlin.

Informationen Prof. Dr. Bernhard Schlink
Telefon [030] 2093-3472
e-mail schlink@rewi.hu-berlin.de

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