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Ausbildung von Katastrophenhelfern: Ministerin Kraft eröffnete neues ERASMUS-MUNDUS-Zentrum an der RUB

10.01.2005 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Gemeinsam mit Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner eröffnete NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft heute, 10. Januar 2005, feierlich das neue ERASMUS-MUNDUS-Zentrum in der Universitätsbibliothek der RUB. Hier sind die Studenten des Network on Humanitarian Assistance (NOHA) untergebracht, das Prof. Dr. Horst Fischer (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht) leitet. Ministerin Kraft betonte bei der Eröffnung: "Ich bin sicher: Die Ruhr-Universität Bochum leistet mit der Einrichtung dieses Zentrums einen wertvollen Beitrag nicht nur zur Internationalität der Wissenschaft, sondern auch zu unserem Instrumentarium humanitärer Hilfe in Krisen- und Katastrophengebieten." Bochum, 10.01.2005
Nr. 7

NOHA - ein Netzwerk zur Ausbildung von Katastrophenhelfern
Ministerin Kraft eröffnete neues ERASMUS-MUNDUS-Zentrum
RUB-Studiengang "Humanitäre Hilfe" - aus Bochum in Krisengebiete

Gemeinsam mit Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner eröffnete NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft heute, 10. Januar 2005, feierlich das neue ERASMUS-MUNDUS-Zentrum in der Universitätsbibliothek der RUB. Hier sind die Studenten des Network on Humanitarian Assistance (NOHA) untergebracht, das Prof. Dr. Horst Fischer (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht) leitet. Ministerin Kraft betonte bei der Eröffnung: "Ich bin sicher: Die Ruhr-Universität Bochum leistet mit der Einrichtung dieses Zentrums einen wertvollen Beitrag nicht nur zur Internationalität der Wissenschaft, sondern auch zu unserem Instrumentarium humanitärer Hilfe in Krisen- und Katastrophengebieten."

Wettbewerb um die besten Köpfe

NOHA wird seit Ende 2004 aus dem erstmals aufgelegten EU-Programm ERASMUS-MUNDUS für fünf Jahre gefördert. Es wurde unter 142 Anträgen aus ganz Europa für die Teilnahme am ERASMUS-MUNDUS-Programm ausgewählt. Das NOHA-Netzwerk, das u.a. den Studiengang Humanitäre Hilfe durchführt, ist damit im Wettbewerb um die besten Köpfe aus aller Welt ganz vorn mit dabei - in Konkurrenz vor allem mit den USA und Australien. Prof. Fischer ist stolz auf das Erreichte: "Das ist eine große Auszeichnung für uns, jetzt können wir tatsächlich die besten Köpfe aus aller Welt zu NOHA holen." Immerhin bekommen die außereuropäischen Teilnehmer des Studiengangs Humanitäre Hilfe von nun an ein Stipendium von monatlich 1.600 Euro. Außerdem fördert die EU über ERASMUS-MUNDUS auch den weltweiten Austausch von Wissenschaftlern. Kein Wunder, dass sich mehrere hundert Universitäten aus ganz Europa um die Förderung beworben hatten. Letztlich wählte die EU-Kommission noch nicht einmal jedes zehnte Projekt aus.

Erstes Semester in Bochum, dann in die weite Welt

Ministerin Kraft freute sich über diesen Bochumer Erfolg: "Gemeinsam mit Universitäten aus Frankreich, Spanien, Belgien, Irland, den Niederlanden und Schweden werden hier an der Ruhr-Universität Bochum Fachleute ausgebildet, ohne die Katastrophen wie die Flut in Süd-Asien nicht bewältigt werden können. Ich betrachte dies als Musterbeispiel für ein europäisches Exzellenz-Netzwerk. Die Universität kann stolz darauf sein, die Fäden dieses Netzwerks gesponnen zu haben." Der 1993 ins Leben gerufene Master-Studiengang Humanitäre Hilfe richtet sich in erster Linie an Absolventen der Fächer Geographie, Geschichte, Medizin, Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Psychologie. Im ersten Semester studieren die Teilnehmer in Bochum, das zweite Semester können sie in einer der an NOHA beteiligten Partneruniversitäten absolvieren: Aix-Marseille, Bilbao, Dublin, Louvain, Groningen oder Uppsala. Zulassungsvoraussetzung für den NC-Zusatzstudiengang sind gute Fremdsprachenkenntnisse. Die Besonderheiten des Studiengangs sind abgestimmte Lehrinhalte, Lehrmaterialien und identische Prüfungsvoraussetzungen, ein umfassender Austausch der Studenten und Dozenten, die Verknüpfung von universitärer Lehre und praktischer Ausbildung. Dabei sind stets aktuelle wissenschaftliche, politische und praktische Probleme Gegenstand von Lehre und Ausbildung. Mit einem Joint Degree haben die sieben beteiligten Universitäten im September 2003 in Brüssel die gegenseitige Anerkennung des Masterabschlusses Humanitäre Hilfe formalisiert. Damit können die Absolventen ihre wissenschaftliche Karriere an einer der beteiligten Hochschulen fortsetzen - unabhängig davon, wo sie ihren Masterabschluss gemacht haben.


Weitere Informationen

Prof. Dr. Horst Fischer, Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der RUB, NA 02/34, Tel. 0234/32-27366, E-Mail: horst.fischer@rub.de

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